12 March 2026, 10:08

Streit um Erstaufnahmezentrum im Breisgau eskaliert vor Sondersitzung

Ein detaillierter Plan des Armenhaus-Irrenhauses von Middlesex, der Räume, Korridore, Pfade und den Eingang zeigt, mit Texten, die zusätzliche Informationen über die Lage, Größe und Ausstattung des Irrenhauses liefern, vor schwarzem Hintergrund.

Streit um Erstaufnahmezentrum im Breisgau eskaliert vor Sondersitzung

Pläne für neues Erstaufnahmezentrum im Gewerbegebiet Breisgau bleiben stark umstritten

Der Gemeinderat von Heitersheim hat scharfe Vorbehalte gegen das geplante Erstaufnahmezentrum im Breisgau-Industriepark angemeldet. Als Hauptkritikpunkte werden ungelöste Fragen zur Kapazität der Einrichtung, zur Aufenthaltsdauer von Asylsuchenden und zur Polizeipräsenz genannt. Der Streit eskaliert nun in Richtung einer Sondersitzung, die für den 17. März 2026 anberaumt ist.

Die Auseinandersetzung spitzte sich zu, nachdem am 12. Februar 2026 ein juristisches Schreiben einging. Darin wurde argumentiert, ein früherer Beschluss des Gemeinderats habe nicht ausgereicht, um die Standortvereinbarung für das Aufnahmezentrum zu genehmigen. Seither kritisieren Heitersheims Verantwortliche den mangelnden Fortschritt bei zentralen Themen – etwa wie viele Menschen die Einrichtung aufnehmen kann und wie lange Asylbewerber dort bleiben sollen.

Auch finanzielle Bedenken sind zu einem zentralen Streitpunkt geworden. Ratsmitglieder fürchten mögliche Entschädigungszahlungen, falls es zu Verzögerungen oder rechtlichen Auseinandersetzungen kommt. Vor der Sitzung am 17. März sollen sie einen aktuellen Stand der Verhandlungen erhalten.

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Obwohl der Gemeinderat über das weitere Vorgehen berät, werden vor der Sitzung selbst keine endgültigen Entscheidungen erwartet. Unterdessen bleibt unklar, wie sich die anderen Mitgliedsgemeinden im Industriepark positionieren – von ihnen liegen bisher weder öffentliche Stellungnahmen noch Argumentationen vor.

Die Sondersitzung am 17. März wird entscheiden, ob Heitersheim das Aufnahmezentrum in der geplanten Form vorantreibt oder weitere Änderungen durchsetzt. Solange keine Einigung über Kapazitäten, Sicherheit und finanzielle Absicherungen erzielt wird, bleibt die Zukunft des Projekts ungewiss. Das Ergebnis hängt auch davon ab, wie der Gemeinderat die im Februar aufgeworfenen rechtlichen Bedenken angeht.

Quelle