04 April 2026, 08:08

"Stille Stunden" erobern Deutschlands Supermärkte für entspanntes Einkaufen

Außenansicht eines "Lush Skincare"-Ladens mit sichtbarer Innenausstattung, Schreibtisch, Stuhl und Bodenbelag.

"Stille Stunden" erobern Deutschlands Supermärkte für entspanntes Einkaufen

Supermärkte und Geschäfte in ganz Deutschland führen "Stille Stunden" ein, um ein ruhigeres Einkaufserlebnis zu schaffen. Die Initiative, die von Ketten wie Edeka Hetzenegger und REWE Wintgens bereits übernommen wurde, soll Kunden unterstützen, die unter sensorischer Reizüberflutung leiden. In Bergisch Gladbach bieten ausgewählte Filialen diese entspannteren Zeitfenster beispielsweise jeden Dienstagnachmittag an.

Das Konzept zielt darauf ab, Lärm zu reduzieren, das Licht zu dimmen und mehr Raum für persönliche Gespräche zu schaffen. Es richtet sich besonders an ältere Menschen, Personen mit sensorischen Empfindlichkeiten oder solche, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Zwar müssen Termine im Voraus gebucht werden, um dem Personal die Vorbereitung zu erleichtern, doch bleiben spontane Besuche möglich, um die Zugänglichkeit für alle zu gewährleisten.

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Auch die Telekom hat in ausgewählten Filialen eine eigene "Stille Stunde" eingeführt – zunächst in Berlin, Köln und München. Während dieser Zeiten werden akustische und visuelle Ablenkungen minimiert, um konzentrierte Beratungsgespräche zu ermöglichen. Das Unternehmen betont, dass dies Teil seines größeren Engagements für Inklusion und kundenfreundlichen Service sei.

Bundesweit beteiligen sich mittlerweile fast 300 Supermärkte und Geschäfte an ähnlichen Initiativen, wobei Bergisch Gladbach und Pinneberg zu den Vorreitern gehören. Das Programm ist jedoch unabhängig von der Kampagne "Gemeinsam Zusammen e.V.", die 276 teilnehmende Standorte in Deutschland auflistet.

Die zunehmende Verbreitung der "Stillen Stunden" spiegelt einen Wandel hin zu inklusiveren Einkaufsumgebungen wider. Die Geschäfte passen sich an, um Kunden besser zu bedienen, die von einer reduzierten sensorischen Reizung profitieren. Die Initiative wächst weiter – in den kommenden Monaten sollen weitere Standorte folgen.

Quelle