Starker US-Arbeitsmarkt erschüttert Finanzmärkte und dämpft Zinssenkungserwartungen
Luisa BrandtStarker US-Arbeitsmarkt erschüttert Finanzmärkte und dämpft Zinssenkungserwartungen
Ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht hat die Finanzmärkte in Aufruhr versetzt. Anleger rechnen nun mit weniger Zinssenkungen in naher Zukunft. Die Nachricht löste am Freitag Rückgänge bei Gold, Öl und europäischen Aktienindizes aus.
Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, schufen Unternehmen im Juli 172.000 neue Stellen – fast doppelt so viele wie die prognostizierten 85.000. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent. Diese robusten Daten dämpften die Erwartungen an baldige Leitzinssenkungen durch die US-Notenbank (Federal Reserve).
Die Reaktion der Märkte folgte prompt: Der Goldpreis stürzte um 3,1 Prozent ab und notierte bei 4.341 Dollar pro Unze. Auch der Ölpreis gab nach und fiel um 1,3 Prozent auf 93,80 Dollar pro Fass für die Nordsee-Sorte Brent. An den Devisenmärkten schwächte sich der Euro ab und rutschte auf 1,1536 Dollar.
Der deutsche DAX-Index hatte sich zuvor der Marke von 25.000 Punkten genähert, drehte jedoch nach Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts ins Minus. Bis Handelsschluss verlor er 0,8 Prozent und schloss bei 24.759 Punkten.
Die aktuellen US-Beschäftigungsdaten haben die Erwartungen an sinkende Kreditkosten vorerst aufgeschoben. Die Märkte reagierten mit Rückgängen bei Rohstoffen, Aktien und dem Euro. Analysten werden nun weitere Signale der Federal Reserve genau beobachten.






