31 March 2026, 06:09

Stada-Aktionäre kämpfen um Millionen-Nachzahlungen nach Übernahme durch Bain und Cinven

Schwarzes und weißes Plakat mit Betrugswarnung und dem Text "Carlsbad Spruud Salt" und einem zugehörigen Logo.

Stada-Aktionäre kämpfen um Millionen-Nachzahlungen nach Übernahme durch Bain und Cinven

Ehemalige Aktionäre von Stada Arzneimittel streben weitere Entschädigungszahlungen an, nachdem das Unternehmen 2017 von Privatkapitalgesellschaften übernommen wurde. Die beiden großen Investoren Bain Capital und Cinven haben kürzlich ihre Anteile an CapVest Partners verkauft und damit die Eigentümerstruktur neu geordnet. Unterdessen haben Gerichte begonnen, über Klagen von Aktionären zu entscheiden, die geltend machen, bei der ursprünglichen Transaktion zu wenig erhalten zu haben.

2017 starteten Bain Capital und Cinven ein öffentliches Übernahmeangebot für Stada und boten zunächst 66 Euro pro Aktie. Nach Verhandlungen mit dem aktivistischen Investor Elliott Management Corporation erhöhte sich der Preis auf 70 Euro pro Aktie. Dennoch behaupten einige Aktionäre nun, ihnen hätte ein höherer Betrag zugestanden.

Ein in Luxemburg ansässiges Vermögensverwaltungsunternehmen fordert einen zusätzlichen Ausgleich von 8,15 Euro pro Aktie, was etwa 4,7 Millionen Euro entspricht. Der Fall stützt sich auf eine angeblich von Nidda Healthcare – einem früheren Bieter – abgegebene "unwiderrufliche Zusage". Das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) wies den Antrag Niddas auf Abweisung der Klage zurück und urteilte, dass die Kenntnis von Pressemitteilungen nicht beweise, dass die vollständigen Vertragsbedingungen bekannt gewesen seien. Zudem stellte das Gericht fest, dass Nidda Healthcare durch den Verweis auf die Verjährungsfrist bösgläubig gehandelt habe.

Ein weiterer Aktionär verlangt knapp 140.000 Euro zuzüglich Zinsen seit Ende August 2017. Bisher haben sich der Bundesgerichtshof (BGH) und das OLG in ähnlichen Fällen auf die Seite der ehemaligen Aktionäre gestellt. Noch immer harren 44 solche Klagen beim OLG einer Entscheidung.

Die Eigentumsverhältnisse bei Stada haben sich seitdem verändert: Bain und Cinven verkauften ihren gemeinsamen 31-Prozent-Anteil im September an CapVest Partners, das nun 68 Prozent des Unternehmens hält. Die Unternehmensführung behält die verbleibenden 1 Prozent.

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Die bisherigen Urteile deuten darauf hin, dass die Gerichte offen für Forderungen ehemaliger Aktionäre nach zusätzlichen Entschädigungen sind. Da Dutzende Verfahren noch nicht abgeschlossen sind, bleibt die endgültige finanzielle Belastung für die früheren Eigentümer von Stada unklar. Das Ergebnis wird auch darüber entscheiden, ob weitere Investoren ähnliche rechtliche Schritte einleiten.

Quelle