29 June 2026, 12:12

Spritrabatt-Studie: Wer profitierte wirklich von der Steuerermäßigung?

Tankrabatt Wird Nicht Voll an Diesel-Kunden Weitergegeben

Spritrabatt-Studie: Wer profitierte wirklich von der Steuerermäßigung?

Eine aktuelle Studie in Deutschland hat untersucht, in welchem Umfang die Treibstoffrabatte an die Verbraucher weitergegeben wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass Autofahrer je nach Kraftstoffart unterschiedlich stark profitierten. Die Maßnahme selbst kostete den Staat 1,6 Milliarden Euro.

Das ifo Institut verglich die deutschen Spritpreise mit denen in Frankreich, um die Wirkung des Rabatts zu bewerten. Die Analyse ergab, dass die Ersparnisse bei Super E5 und Super E10 mit 17 bzw. 16 Cent pro Liter fast vollständig der Steuerermäßigung entsprachen. Dies deutet darauf hin, dass der Rabatt auf Premium-Benzin nahezu vollständig an die Fahrer weitergegeben wurde.

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Die Monopolkommission kam jedoch zu einem anderen Schluss. Ihre Studie zeigte, dass der Rabatt nicht in vollem Umfang an die Verbraucher weitergereicht wurde. Die unterschiedlichen Ergebnisse könnten auf abweichende Methoden zur Berechnung der Auswirkungen zurückzuführen sein.

Die Erkenntnisse des ifo Instituts widersprechen zudem den Angaben des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV). Der Verband hatte behauptet, die volle Steuerentlastung sei an die Verbraucher weitergegeben worden. Zudem blieben Teile der Ersparnisse aus dem reduzierten Dieselrabatt bei den Mineralölkonzernen, statt bei den Autofahrern anzukommen.

Der Treibstoffrabatt soll Anfang Juli auslaufen, was voraussichtlich zu einem erneuten Preisanstieg führen wird. Ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran könnte später dazu beitragen, die Spritkosten in Deutschland zu stabilisieren. Die Debatte über die Weitergabequoten zeigt, wie komplex die Bewertung solcher Maßnahmen ist.

Quelle