25 March 2026, 10:08

SPD-Politikerin Rasha Nasr diskutiert mit Dresdner Apotheker über Reformbedarf im Gesundheitssystem

Plakat mit dem Titel "Verringerung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Text und Logo.

SPD-Politikerin Rasha Nasr diskutiert mit Dresdner Apotheker über Reformbedarf im Gesundheitssystem

SPD-Abgeordnete Rasha Nasr besuchte kürzlich die Knut-Apotheke in Dresden, um sich über die Herausforderungen vor Ort zu informieren. Die junge Mutter und Politikerin traf sich mit Apothekeninhaber Michael Gäbe, um zentrale Themen wie Vergütungsreformen und Personalengpässe zu erörtern. Das Gespräch fand im Vorfeld einer Anhörung des Gesundheitsausschusses des Bundestags zur Apothekengesetzgebung statt, die für den 4. März 2026 geplant ist.

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Nasr, die bisher keine Erfahrung in der Gesundheitspolitik hat, hörte sich an, wie Gäbe die Belastungen der Apotheken schilderte. Er beschrieb sie als erste Anlaufstelle im Gesundheitssystem, die Patienten vor gefährlichen Wechselwirkungen von Medikamenten schütze und so Ärzte sowie Krankenhäuser entlaste. Zudem betonte er ihre Rolle als Verbraucherschützer, die durch Fachwissen eine sichere Arzneimittelanwendung gewährleisten.

Gäbe äußerte Bedenken gegenüber Plänen, die Aufgaben von Pharmazeutisch-technischen Assistenten auszuweiten, ohne gleichzeitig den Personalmangel zu beheben. Er warnte, dass solche Änderungen die Patientensicherheit gefährden und die Servicequalität mindern könnten. Ein weiteres zentrales Thema waren faire Gebührenanpassungen – Gäbe argumentierte, dass Apotheken ohne diese kaum in der Lage seien, hohe Versorgungsstandards aufrechtzuerhalten.

Nasr setzte sich mit den Argumenten der Apotheker auseinander und versprach, deren Anliegen nach Berlin zu tragen. Zudem zeigte sie Interesse, während des gesamten Gesetzgebungsverfahrens auf dem Laufenden zu bleiben, insbesondere im Hinblick auf die anstehende Anhörung zum Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG). An der Diskussion beteiligten sich auch Vertreter von Parteien wie der AfD und der Linken, wobei frühere Reformbemühungen in öffentlichen Unterlagen nicht dokumentiert sind.

Gäbe forderte darüber hinaus stärkere wirtschaftliche Unterstützung für Apotheken, um ihnen zu ermöglichen, größere Verantwortung im Gesundheitssystem zu übernehmen. Nachhaltige Finanzierung sei entscheidend für ihre künftige Rolle, so der Apotheker.

Der Besuch unterstrich die Notwendigkeit ausgewogener Reformen im Apothekenwesen. Nasrs Zusage, die Sorgen der Apotheker an die Politik weiterzugeben, ebnet den Weg für weitere Debatten vor der Anhörung 2026. Das Ergebnis könnte maßgeblich beeinflussen, wie Apotheken in den kommenden Jahren arbeiten und finanziert werden.

Quelle