Siemens plant radikale Umstrukturierung – Sparten könnten verschwinden
Luisa BrandtSiemens plant radikale Umstrukturierung – Sparten könnten verschwinden
Laut Medienberichten erwägt Siemens eine umfassende interne Umstrukturierung. Das Unternehmen hat die Pläne zwar noch nicht bestätigt, doch die Änderungen könnten zentrale Geschäftsbereiche und Abläufe betreffen. Sollte die Neuorganisation genehmigt werden, würde dies einen deutlichen Wandel in der Unternehmensstruktur bedeuten.
Vor eineinhalb Jahren hatte Vorstandschef Roland Busch den Kurs von Siemens hin zu einer integrierten Technologiegruppe angekündigt. Die nun diskutierten Reformen deuten darauf hin, dass die Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure aufgelöst werden könnten. Die derzeit von Matthias Rebellius und Cedrik Neike geführten Einheiten würden ihre Geschäftsbereiche dann direkt an den Vorstand berichten.
Die Umstrukturierung steht im Einklang mit der Strategie "One Tech Company", die interne Hürden abbauen und Fachwissen zentral bündeln soll. Nach der Ausgliederung von Siemens Healthineers sollen die verbleibenden Divisionen enger zusammenarbeiten. Zudem werden Anpassungen in den Bereichen Vertrieb, Beschaffung und Entwicklung geprüft.
Ein Siemens-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht der Handelsblatt ab. Eine endgültige Entscheidung stehe noch aus, und das Unternehmen betonte, dass derzeit keine Stellenstreichungen geplant seien. Die mögliche Neuordnung spiegelt Siemens' Bestreben wider, die Organisation zu straffen und Entscheidungsprozesse zu zentralisieren. Wann oder ob eine finale Entscheidung bekannt gegeben wird, steht laut Unternehmen noch nicht fest.






