26 April 2026, 08:09

Schulze attackiert Merz: Rentenreform ignoriert Ostdeutschlands demografische Probleme

Schwarzer Text auf weißem Hintergrund Werbung für eine Pension in Dresden, Deutschland.

Schulze attackiert Merz: Rentenreform ignoriert Ostdeutschlands demografische Probleme

Sachsens-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat die jüngsten Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur Rentenreform scharf kritisiert. In einer Stellungnahme betonte er, dass die Rentenkommission die besonderen Herausforderungen Ostdeutschlands – vor allem in seinem Bundesland – stärker berücksichtigen müsse.

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Schulze verwies darauf, dass Sachsen-Anhalt im Vergleich zum Bundesschnitt eine deutlich ältere Bevölkerung habe: Das Durchschnittsalter liege bei etwa 48 Jahren. Angesichts dieser demografischen Realität sei die gesetzliche Rente für einen würdevollen Ruhestand umso wichtiger, so der Ministerpräsident.

Er machte zudem deutlich, dass den Menschen in Ostdeutschland oft zusätzliche finanzielle Absicherungen fehlen würden. Weniger Beschäftigte erhielten betriebliche Altersvorsorge, und viele hätten kaum Ersparnisse für private Rentenpläne. Im Gegensatz zu den westdeutschen Regionen stünden zudem seltener Vermögen, Immobilienbesitz oder Erbschaften als Rücklage im Alter zur Verfügung.

Schulze bestand darauf, dass ein gerechtes Rentensystem nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für den sozialen Zusammenhalt unverzichtbar sei. Ohne angemessene Unterstützung drohten vielen Ostdeutschen im Alter größere finanzielle Not, warnte er.

Seine Aussagen unterstreichen die weiterhin bestehenden wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Die Rentenkommission steht nun unter Druck, diese regionalen Disparitäten in ihren Reformplänen zu berücksichtigen. Wie die Bundesregierung darauf reagiert, könnte die Alterssicherung von Millionen Menschen in den kommenden Jahren prägen.

Quelle