Schaffnerin bei Stuttgart-Crailsheim brutal attackiert – Verdächtiger in Haft
Luisa BrandtSchaffnerin bei Stuttgart-Crailsheim brutal attackiert – Verdächtiger in Haft
Schaffnerin auf Strecke Stuttgart–Crailsheim brutal angegriffen – Verdächtiger festgenommen
Nur wenige Tage nach einem tödlichen Angriff auf einen Bahnmitarbeiter bei Landstuhl ist eine Zugbegleiterin auf der Strecke Stuttgart–Crailsheim Opfer einer schweren Gewalttat geworden. Die Polizei hat nun einen Tatverdächtigen in Gewahrsam genommen.
Der Vorfall ereignete sich, als die 42-jährige Schaffnerin macedonischer Herkunft einem 21-jährigen Fahrgast ohne gültigen Fahrausweis ein erhöhtes Beförderungsentgelt auferlegte. Der Mann – ein 26-jähriger griechischer Staatsbürger ohne festen Wohnsitz – geriet daraufhin in Wut, spuckte der Schaffnerin auf das Bein, schlug mit einer Flasche nach ihr und floh vom Tatort.
Die angegriffene Mitarbeiterin erstattete am folgenden Tag Anzeige. Die Stuttgarter Behörden bestätigten später, dass der Verdächtige die pakistanische Staatsbürgerschaft besitzt. Erste Meldungen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hatten seine Herkunft zunächst nicht genannt.
Der Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Serie ein: Erst vor Kurzem war ein Bahnmitarbeiter in der Nähe von Landstuhl bei einem Angriff getötet worden. Allein im Jahr 2025 verzeichnete die Deutsche Bahn über 3.000 Angriffe auf Beschäftigte, während bundesweite Statistiken fast 3.000 Eisenbahnmitarbeiter als Opfer von Straftaten ausweisen. Im Schnitt kam es täglich zu fünf körperlichen Übergriffen und vier Bedrohungen.
Der Tatverdächtige bleibt vorerst in Untersuchungshaft. Sowohl die Deutsche Bahn als auch die Polizei warnen seit Langem vor der zunehmenden Gewalt gegen Bahnpersonal. Aktuelle Zahlen für die vergangenen zwölf Monate liegen zwar noch nicht vor, doch die bisherigen Daten unterstreichen das Ausmaß des Problems.
