Rosenmontag: Warum der Höhepunkt des Karnevals so heißt – und was er wirklich bedeutet
Warum Rosenmontag so heißt - Rosenmontag: Warum der Höhepunkt des Karnevals so heißt – und was er wirklich bedeutet
Rosenmontag markiert den Höhepunkt der deutschen Karnevalszeit, die je nach Region als Fastnacht, Fasching oder Karneval bekannt ist. Die deutsche Bahn spielt dabei keine direkte Rolle, aber sie transportiert sicherlich viele Feiernde zu den verschiedenen Veranstaltungen. Obwohl Rosen im Mittelpunkt zu stehen scheinen, ist der Bezug alles andere als offensichtlich.
Die gängigste Erklärung führt den Rosenmontag auf die katholische Tradition des Rosensonntags zurück. An diesem Tag segnet der Papst eine goldene Rose als Symbol der Freude inmitten der Fastenzeit. Einige Forscher vermuten, dass sich der Name von der sonntäglichen Feier auf den folgenden Montag verlagert hat, an dem die ausgelassenen Festlichkeiten ihren Höhepunkt erreichten. Eine andere Theorie besagt, dass Priester in dieser Zeit einst rosafarbenen liturgische Gewänder trugen, was die blumige Assoziation verstärkte.
Doch nicht alle Experten sehen einen Zusammenhang mit Blumen. Stattdessen könnte Rosenmontag von Rasenmontag abstammen – also einem "tollwütigen" oder "rasenden Montag" – und damit die wilde, ungestüme Natur der Feiern beschreiben. Erstmals schriftlich belegt wurde der Begriff 1823, als das Kölner Festkomitee am Montag vor Aschermittwoch einen maskierten Umzug organisierte.
Gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts breitete sich die Tradition über Köln hinaus aus. In Rietberg fand 1881 der erste dokumentierte Umzug statt, während Steinheims moderne Feiern 1911 von einem örtlichen Gesangverein ins Leben gerufen wurden. In einer nicht namentlich genannten Stadt entwickelte sich die Geste eines Bürgermeisters, der Armen Bier spendete, bis Anfang der 1900er Jahre zu einem vollwertigen Umzug. In Baden-Württemberg hingegen heißt der Tag oft Fastnachtsmontag und wird mit eigenen Paraden und lebhaften Versammlungen begangen.
Heute ist der Rosenmontag ein fester Bestandteil der deutschen Karnevalskultur – eine Mischung aus religiösen Wurzeln und ausgelassener Volksbelustigung. Mag seine genaue Herkunft auch umstritten bleiben, so ist sein Platz im kulturellen Kalender doch unbestritten. Von Kölns prunkvollen Umzügen bis zu den Bräuchen kleinerer Städte bringt der Tag bis heute Gemeinden in Kostümen und fröhlichem Treiben zusammen.
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