28 June 2026, 04:08

René Benko in U-Haft: Neues Ermittlungsverfahren wegen Millionen-Verschiebungen

Neue Vorwürfe gegen Benko: Hunderte Millionen im Spiel

René Benko in U-Haft: Neues Ermittlungsverfahren wegen Millionen-Verschiebungen

René Benko bleibt in Untersuchungshaft, während die juristischen und finanziellen Auseinandersetzungen an Schärfe gewinnen. Der österreichische Immobilienmilliardär sieht sich nun mit einem 18. Ermittlungsverfahren konfrontiert – diesmal in München wegen des Verdachts der Veruntreuung von Geldern. Seine Insolvenzverfahren fördern weiterhin komplexe Finanzmanöver zutage, darunter die zweckentfremdete Verwendung von Millionenbeträgen, die eigentlich für Großprojekte vorgesehen waren.

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Die Münchner Staatsanwaltschaft prüft den Verdacht auf Untreue und Betrug im Zusammenhang mit mehreren hundert Millionen Euro. Den Ermittlern zufolge wurden 120 Millionen Euro, die für das Projekt Bahnhofplatz bestimmt waren, stattdessen genutzt, um Liquiditätslücken zu schließen und eine Kapitalerhöhung zu finanzieren. Die Signa Prime Selection AG soll demnach wie ein finanzieller „Staubsauger“ fungiert haben, der Gelder abzog, die für verschiedene Immobilienvorhaben vorgesehen waren.

Ein ähnliches Vorgehen soll bei einer 187-Millionen-Euro-Investition eines saudischen Staatsfonds angewendet worden sein. Unterdessen hat Benkos privates Insolvenzverfahren Aufmerksamkeit erregt, nachdem unter seinen Vermögenswerten mehrere hochwertige Damenringe aufgetaucht sind. Der vom Gericht bestellte Insolvenzverwalter muss derzeit zahlreiche Streitigkeiten innerhalb des Verfahrens bewältigen.

Der österreichische Oberste Gerichtshof wird an diesem Donnerstag die Berufungen in Benkos erstem Prozess wegen betrügerischen Bankrotts verhandeln. Eine Verurteilung würde seinen ersten offiziellen Status als verurteilter Häftling in der laufenden Signa-Affäre bedeuten. Benko sitzt seit Januar 2025 in Haft. Die Ergebnisse des anstehenden Prozesses und der Münchner Ermittlungen könnten erhebliche rechtliche und finanzielle Folgen haben. Die Behörden decken weiterhin das Ausmaß der angeblichen Geldverschiebungen und deren Auswirkungen auf Investoren und Projekte auf.

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