Reallöhne in Berlin und Brandenburg steigen 2023 – doch nicht alle Branchen profitieren
Luisa BrandtReallöhne in Berlin und Brandenburg steigen 2023 – doch nicht alle Branchen profitieren
Arbeitnehmer in Berlin und Brandenburg verzeichneten 2023 erneut einen Anstieg der Reallöhne. Damit setzt sich der positive Trend des Vorjahres fort – doch nicht alle Branchen profitierten gleichermaßen, manche mussten sogar Rückgänge hinnehmen.
In Berlin stiegen die Reallöhne im Schnitt um 2,9 Prozent. Besonders kräftig legte der Bereich Energieversorgung zu, wo die Verdienste um 6,4 Prozent kletterten. Es folgten die Informations- und Kommunikationstechnologie mit einem Plus von 4,8 Prozent sowie das verarbeitende Gewerbe mit 4,3 Prozent Zuwachs.
In Brandenburg erhöhte sich der durchschnittliche Reallohn um 1,8 Prozent. Spitzenreiter war hier der Bergbau und die Gewinnung von Steinen und Erden mit einem Anstieg von 5,2 Prozent, gefolgt von der Energieversorgung (+3,4 Prozent). Doch nicht alle Branchen entwickelten sich positiv: Im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung sanken die Löhne um 0,7 Prozent, und auch Berlins Gastgewerbe verzeichnete einen leichten Rückgang um 0,1 Prozent.
Sowohl Berlin als auch Brandenburg können damit zwei Jahre in Folge wachsende Reallöhne vorweisen. Die Entwicklung zeigt ein gemischtes Bild aus branchenspezifischen Gewinnen und Verlusten in der Hauptstadt und dem umliegenden Bundesland.
Die Zahlen für 2023 offenbaren eine klare Spaltung zwischen boomenden und kämpfenden Sektoren: Während Beschäftigte in Energie, Technologie und Bergbau von höheren Einkommen profitierten, hatten Gastgewerbe und kreative Branchen mit Rückschlägen zu kämpfen. Insgesamt deutet der Anstieg jedoch auf eine positive Entwicklung der Löhne für die Mehrheit der Arbeitnehmer in der Region hin.






