07 June 2026, 14:06

Radio CORAX kämpft um seine Zukunft gegen politischen Druck der AfD

Nominiert für den Panter Award 2026

Radio CORAX kämpft um seine Zukunft gegen politischen Druck der AfD

Radio CORAX hebt sich als einzigartiger, unabhängiger Sender ab, bei dem Ehrenamtliche jeden Aspekt des Programms gestalten. Mit rund 400 Mitgliedern, die 175 verschiedene Sendungen produzieren, bietet der Sender alles – von Kinderprogrammen bis hin zu Diskussionsformaten von queeren Communities und Geflüchteten. Doch nun steht die zukünftige Finanzierung des Senders aufgrund politischen Drucks durch die rechtspopulistische AfD auf dem Spiel.

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Der Sender funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Jeder kann mitmachen. Die meisten Beteiligten – ob bei der Musikauswahl, der Produktion von Beiträgen oder der Moderation – arbeiten ehrenamtlich. Neue Mitstreiter können in Redaktionssitzungen Ideen einbringen und erhalten Schulungen in grundlegenden Fähigkeiten wie Mikrofontechnik. Formate wie Tipkin oder Serendipity spiegeln die vielfältigen täglichen Angebote des Senders wider.

Über das klassische Radioprogramm hinaus veranstaltet Radio CORAX Filmabende, öffentliche Debatten und Workshops für angehende Radiomacher. Zudem pflegt der Sender Partnerschaften mit kulturellen Einrichtungen und ist Teil von AMARC, dem weltweiten Netzwerk nichtkommerzieller Radiosender.

Die Finanzierung des Senders speist sich derzeit aus verschiedenen Quellen, darunter die Landesmedienanstalt, kommunale Zuschüsse, Projektförderungen und Spenden. Die AfD jedoch fordert die Streichung der staatlichen Unterstützung mit der Begründung, der Sender verbreite linksideologische Inhalte. Als Reaktion darauf sucht Radio CORAX nach Wegen, seine Zukunft zu sichern – Spenden werden dabei zu einer noch wichtigeren Überlebensgrundlage.

Die Unabhängigkeit bleibt das Markenzeichen des Senders. Die Inhalte werden ausschließlich von denen bestimmt, die sie gestalten, und sorgen so für eine breite Palette an Stimmen und Perspektiven im Programm.

Radio CORAX lebt weiter von seinem ehrenamtlichen Modell und seinem Engagement für Vielfalt. Angesichts der politischen Herausforderungen konzentriert sich der Sender nun auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten, um sein Programm am Laufen zu halten. Seine Anpassungsfähigkeit wird entscheiden, ob er seine Rolle als Plattform für marginalisierte Stimmen und basisdemokratische Medien auch künftig behaupten kann.

Quelle