Porsche verlagert Cayenne-Produktion nach Leipzig – und baut Hunderte Jobs ab
Miriam WolfPorsche verlagert Cayenne-Produktion nach Leipzig – und baut Hunderte Jobs ab
Porsche plant die Verlegung der Cayenne-Produktion vom slowakischen Bratislava in das eigene Werk nach Leipzig. Mit diesem Schritt soll die Überkapazität an den deutschen Standorten, darunter Stuttgart-Zuffenhausen und Leipzig, abgebaut werden. Das Unternehmen hat sich bisher nicht offiziell geäußert, steht jedoch mit den Arbeitnehmervertretern in Verhandlungen über die geplanten Änderungen.
Das Leipziger Werk kämpft derzeit mit Problemen aufgrund verzögerter Markteinführungen neuer Modelle. Um die Effizienz zu steigern, wird Porsche alle drei Antriebsvarianten des Cayenne nach Leipzig verlegen. Die Maßnahme zielt darauf ab, die langfristige Nutzung des sächsischen Standorts zu sichern.
Zudem plant das Unternehmen, bis August rund 200 Arbeitsplätze in Leipzig durch freiwillige Aufhebungsverträge abzubauen. Darüber hinaus könnten bis zu 400 Mitarbeiter vorübergehend im Rahmen eines Rotationssystems an den Volkswagen-Standort Wolfsburg abgeordnet werden. Porsche verhandelt außerdem mit den Arbeitnehmervertretern über Lohnkürzungen, um die Verlagerung zu unterstützen.
Im Oktober wird Vorstandschef Oliver Blume ein umfassendes Restrukturierungsprogramm vorstellen, das weitere Stellenstreichungen als Teil eines breiter angelegten Sparpakets vorsehen dürfte. Die Verlegung der Cayenne-Produktion soll die Kapazitäten in Leipzig stärken. Die Gespräche mit den Mitarbeitervertretern laufen noch, dabei werden auch Anpassungen bei den Löhnen diskutiert. Details zum gesamten Umstrukturierungsplan werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben.
