Pforzheimer Unternehmer fordern Unterstützung für das 100-Millionen-Projekt Innenstadt-Ost
Luisa BrandtPforzheimer Unternehmer fordern Unterstützung für das 100-Millionen-Projekt Innenstadt-Ost
Eine Gruppe von Unternehmerinnen und Unternehmern aus Pforzheim hat sich öffentlich hinter das Projekt Innenstadt-Ost gestellt und es als entscheidend für die Zukunft der Stadt bezeichnet. In einem offenen Brief vom Oktober 2018 riefen sie die Stadträte auf, den ehrgeizigen Sanierungsplan zu unterstützen. Die Investoren hinter dem Vorhaben stecken über 100 Millionen Euro in die Umgestaltung zentraler Bereiche der Pforzheimer Innenstadt.
Das Projekt sieht die Neugestaltung des Schlossbergs, der östlichen Fußgängerzone, des veralteten Technischen Rathauses sowie des Rathaus-Parkhauses vor. Geplant sind der Bau von bezahlbarem Wohnraum, Einzelhandelsflächen, zwei Kindertagesstätten, einem Hotel, Restaurants und kulturellen Einrichtungen. Zudem sollen Grünflächen und Wellnessbereiche die neuen Bauten umgeben.
Die Unternehmer betrachten das Vorhaben als langfristige Lösung für die Versorgungssituation in Pforzheim. Sie argumentieren, die Stadt müsse sich mutig an soziale Veränderungen anpassen – etwa durch die Reduzierung des Autoverkehrs am Schlossberg und die Umnutzung des maroden Technischen Rathauses. Trotz ihrer Unterstützung werfen sie einigen Stadträten vor, falsche Informationen über die Initiative verbreitet zu haben.
Eine vollständige Liste der Unterzeichner des Briefs von 2018 ist auf der Website der Initiative einsehbar. Unklar bleibt jedoch, wie viele der ursprünglichen Unterstützer heute noch aktiv an der Vorantreibung des Projekts beteiligt sind.
Das Projekt Innenstadt-Ost steht für eine der größten Investitionen in die städtische Zukunft Pforzheims. Mit über 100 Millionen Euro Engagement könnte die Umgestaltung das Gesicht der Innenstadt für Jahrzehnte prägen. Die Unternehmer setzen sich weiterhin für den Plan ein und betonen dessen Bedeutung für die Modernisierung der Infrastruktur und die Bewältigung wachsender sozialer Herausforderungen.