Özdemir kämpft um Ministerpräsidentenamt mit klaren Plänen für die Automobilindustrie
Luisa BrandtÖzdemir kämpft um Ministerpräsidentenamt mit klaren Plänen für die Automobilindustrie
Cem Özdemir wirbt um die Nachfolge als Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Der Kandidat der Grünen hat klare Ziele für die Automobilindustrie der Region gesetzt. Dazu gehören strengere Vorgaben für chinesische Autohersteller und eine Stärkung der lokalen Produktionspartnerschaften.
Özdemir will den Automobilsektor als Rückgrat der baden-württembergischen Wirtschaft erhalten. Falls er gewählt wird, plant er, sich in Brüssel für schärfere lokale Wertschöpfungsvorgaben einzusetzen. Diese Regeln würden chinesische Automobilkonzerne zwingen, mehr Komponenten von heimischen Zulieferern zu beziehen.
Sein Wahlkampf basiert zudem auf voller Entscheidungsfreiheit. Die Grünen haben ihm "völlige Handlungsfreiheit" in Sachen Politik und Kampagne zugesichert. Diese Vereinbarung bleibt selbst nach der Wahl verbindlich.
Trotz früherer Spannungen lässt Özdemir eine Tür für Boris Palmer offen. Der ehemalige Grünen-Politiker, der im Mai 2023 aus der Partei austrat, könnte im Falle eines Wahlsiegs noch Teil seines Kabinetts werden. Eine offizielle Position der Grünen zu lokalen Wertschöpfungsregeln für chinesische Unternehmen in früheren Landtagswahlen gibt es nicht.
Özdemirs Fokus bleibt auf der Zukunftssicherung der regionalen Automobilbranche. Seine Vorschläge zielen auf engere Verbindungen zwischen chinesischen Herstellern und lokalen Zulieferern ab. Der Wahlausgang wird entscheiden, ob seine Pläne umgesetzt werden.
