17 April 2026, 10:09

Nils von der Kall will die Zeit mit Rekord-Abos in die Zukunft führen

Altes gelbliches Zeitungsblatt mit der Schlagzeile "O Correio da Media" in schwarzer Schrift.

Nils von der Kall will die Zeit mit Rekord-Abos in die Zukunft führen

Nils von der Kall übernahm im Februar 2023 die Geschäftsführung der Zeit und löste damit den langjährigen Verleger Rainer Esser ab. Nun steht er vor der Herausforderung, das renommierte deutsche Wochenmagazin durch eine Phase rasanten Wandels in der Medienbranche zu steuern. Unter seiner Führung erreichten die Abonnentenzahlen bereits Rekordwerte, doch der Druck durch einen schwachen Werbemarkt bleibt bestehen.

Von der Kall hat deutlich gemacht, dass sich die Medienlandschaft grundlegend verändert. Die Zeiten von "Weiter so" seien vorbei, betont er und setzt sich für eine Transformation ein, die qualitativ hochwertigen Journalismus langfristig sichert. Diese Einschätzung teilen auch andere Verleger, die die Notwendigkeit einer branchenweiten Anpassung erkennen.

In den kommenden Wochen plant er, alle zentralen Geschäftsbereiche der Zeit einer Prüfung zu unterziehen. Sein Ziel ist es, eine strategische Ausrichtung zu definieren, die den Erfolg des Blattes über das Jahr 2030 hinaus garantiert. Anders als in seinen früheren Positionen beschreibt er die Rolle als "letzte Instanz" bei der Zeit als eine grundlegend andere Verantwortung.

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Trotz der Herausforderungen ist die Abonnentenzahl unter seiner Führung auf ein Allzeithoch gestiegen. Dennoch räumt von der Kall ein, dass die finanzielle Belastung durch den schwächelnden Werbesektor das Unternehmen weiterhin auf die Probe stellt.

Die ersten Monate von der Kalls als Chef brachten sowohl Rekord-Abonnementzahlen als auch einen klaren Aufruf zum Wandel. Seine anstehende Überprüfung der Geschäftsabläufe der Zeit wird maßgeblich darüber entscheiden, wie das Blatt eine unsichere Medienzukunft meistert. Im Mittelpunkt steht dabei die Sicherung der Nachhaltigkeit – bei gleichzeitiger Bewahrung des hochwertigen Journalismus, für den der Titel steht.

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