Hilfe für klamme Städte? Wie viel zahlen Raser an Bußgeldern - Neue Bußgelder bis 800 Euro: Rasern wird in Deutschland jetzt teurer
Rasern in Deutschland kann nun mit Bußgeldern von bis zu 800 Euro bestraft werden. Die höchsten Strafen drohen, wenn Autofahrer die zulässige Geschwindigkeit um mehr als 70 km/h überschreiten. Neben dem Bußgeld gibt es zwei Punkte in Flensburg und ein dreimonatiges Fahrverbot.
Auch Technologien, die Fahrern helfen, Kontrollen zu umgehen, stehen im Fokus der neuen Regeln. Navigationssysteme oder Apps, die vor Blitzern warnen, sind verboten. Wer sie nutzt, riskiert ein Bußgeld von 75 Euro und einen Punkt in Flensburg.
Die Höhe der Strafen für Geschwindigkeitsüberschreitungen hängt vom Ort und der Überschreitung ab. Innerorts beginnt das Bußgeld bei 30 Euro für bis zu 10 km/h zu schnell. Außerorts ist die Strafe für dasselbe Vergehen etwas niedriger.
Die Einnahmen aus den Bußgeldern fließen in die kommunalen Haushalte. Städte verwenden die Mittel für allgemeine Ausgaben, darunter Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und Radwegeausbau. Doch die Geschwindigkeitsüberwachung selbst ist kostspielig. Kommunen müssen für Geräte, Personal und Reparaturen aufkommen – besonders, wenn die Anlagen vandaliert werden.
Eine Umfrage in Baden-Württemberg zeigte, dass kleinere Städte jährlich Millionen durch Tempostrafen einnehmen. Während die meisten Kommunen ihr Kontrollniveau konstant halten, bauen einige ihre Systeme aus. Mannheim und Karlsruhe haben kürzlich ihre Überwachungskapazitäten erhöht. Konkrete Pläne für eine weitere Ausweitung in den Jahren 2026 oder 2027 gibt es jedoch nicht.
Die strengen Strafen sollen Raserei eindämmen und die Verkehrssicherheit erhöhen. Die Bußgelder finanzieren lokale Projekte, doch die Städte tragen auch hohe Kosten für die Aufrechterhaltung der Kontrollen. Autofahrer müssen sich an die Tempolimits halten – sonst drohen hohe Strafen, Punkte und sogar Fahrverbote.