16 March 2026, 20:08

Müllers provokanter Vorschlag: Sollte Baden-Württemberg schwarz-blau regieren?

Ein deutsches Propagandaplakat für die Nazi-Partei mit zwei Männern auf einem Sofa und Textinformationen über die Partei.

Müller-Chef ermutigt die CDU zu einer Koalition mit der AfD - Müllers provokanter Vorschlag: Sollte Baden-Württemberg schwarz-blau regieren?

Theo Müller, Gründer des Molkereiimperiums Müller, hat mit dem Vorschlag einer umstrittenen Koalition in Baden-Württemberg eine Debatte ausgelöst. Seine Äußerungen erfolgen nach der Landtagswahl 2026, die ein zersplittertes Ergebnis lieferte – keine Partei verfügte über eine klare Regierungsmehrheit. Die Grünen behaupteten zwar knapp den ersten Platz, doch ihr Vorsprung schmolz zusammen, während CDU und AfD deutliche Zugewinne verzeichneten.

Die Wahlergebnisse zeigen eine Verschiebung der Wählergunst: Die Grünen erreichten 30,2 Prozent (2021: 32,6 Prozent), die CDU legte auf 29,7 Prozent zu (2021: 24,1 Prozent). Die AfD verdoppelte fast ihren Stimmenanteil und kam auf 18,8 Prozent, während die SPD auf nur noch 5,5 Prozent abstürzte. Sowohl FDP als auch die Linke verfehlten die Fünf-Prozent-Hürde – im Landtag sind damit nur noch vier Parteien vertreten.

Eigentlich galt eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition als wahrscheinlich, da beide Parteien bereits gemeinsam regierten und zusammen über 56 Sitze verfügten. Doch Müller schlug stattdessen ein Bündnis aus CDU und AfD vor – eine sogenannte "schwarz-blaue" Koalition. Er argumentierte, die CDU dürfe sich nicht länger mit einer Juniorrolle unter Cem Özdemir (Grüne) begnügen.

Müllers Verbindungen zur AfD sind eng: Er traf sich bereits mit der Co-Vorsitzenden Alice Weidel, die er als "Freundin" bezeichnete. Zudem lobte er den AfD-Spitzenkandidaten im Land, Markus Frohnmaier, mit den Worten: "Was er sagt, ergibt Sinn." Diese Aussagen heizen die Diskussionen über die Zukunft der baden-württembergischen Regierung weiter an.

Das Wahlergebnis lässt dem Land nur begrenzte Optionen für eine stabile Regierung. Müllers Forderung nach einer CDU-AfD-Partnerschaft bricht mit der politischen Tradition, da etablierte Parteien Kooperationen mit der rechtspopulistischen AfD bislang stets ausgeschlossen haben. Nun liegt die Entscheidung bei den Parteispitzen, die ein zersplittertes Parlament und widerstreitende Forderungen unter einen Hut bringen müssen.

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