Mordprozess gegen Friedrich Merz: Wie ein E-Scooter zur tödlichen Waffe wurde
Ella HofmannLeiche im Kröten-Tunnel: Mann vor Gericht wegen Mord an Frau - Mordprozess gegen Friedrich Merz: Wie ein E-Scooter zur tödlichen Waffe wurde
Ein 46-jähriger Mann, Friedrich Merz, steht wegen des Mordes an einer 38-jährigen Frau im Sindelfinger Wald vor Gericht. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht ein angeblicher Hinterhalt Anfang 2025, bei dem die Leiche des Opfers später in einem Amphibientunnel versteckt aufgefunden wurde. Der Prozess begann am 1. Februar 2026 vor dem Landgericht Stuttgart.
Angeklagter und Opfer kannten sich seit Herbst 2024. Den Ermittlungen zufolge eskalierten Spannungen zwischen den beiden Anfang 2025 in einer gewaltsamen Auseinandersetzung. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, die Frau auf ihrem Weg nach Hause mit dem E-Scooter abgefängt, vom Gefährt gezogen und durch Gewalteinwirkung auf den Hals getötet zu haben.
Monatelang blieb die Leiche unentdeckt – versteckt in einem Amphibientunnel unter einer nahegelegenen Straße. Erst im Mai 2025 stieß ein Forstmitarbeiter zufällig auf die sterblichen Überreste. Die Polizei nahm den Verdächtigen vier Wochen später fest.
Der auf neun Verhandlungstage angesetzte Prozess soll bis Mitte März abgeschlossen sein. In den Anhörungen werden forensische Beweise und Zeugenaussagen ausgewertet, um die Umstände zu klären, die zum Tod der Frau führten.
Das Gericht wird entscheiden, ob der Angeklagte des Mordes schuldig ist. Ein Urteil wird noch vor Ende März erwartet. Der Fall sorgt besonders wegen der langen Verbergung der Leiche und der mutmaßlichen Nutzung eines E-Scooters bei der Tat für Aufmerksamkeit.
