Mit 19 vom Bahnfan zum Zugbegleiter – sein Leben auf Schienen
Mit nur 19 Jahren hat Lasse Stolley seine Leidenschaft für Züge in einen Vollzeitberuf verwandelt. Heute arbeitet er als Zugbegleiter und bereist täglich Deutschland, während er ein ungewöhnliches Leben auf Achse führt. Seine Geschichte hat ihm sogar eine Fangemeinde unter Bahnreisenden eingebracht.
Stolleys Reise begann vor über drei Jahren, als er begann, in den Zügen der Deutschen Bahn zu leben. Mit einer BahnCard 100 kann er bis zu 1.000 Kilometer am Tag zurücklegen und dabei weit über die deutschen Grenzen hinaus erkunden. Seine Abenteuer führten ihn bis nach Transnistrien und Istanbul.
Trotz seines nomadischen Lebensstils übt er einen festen Beruf aus. 40 Stunden pro Woche arbeitet er für TRI Train Rental, koppelt Wagen an, prüft Bremsen und bereitet Züge für die Abfahrt vor. Sein monatliches Bruttogehalt liegt bei knapp 3.400 Euro.
Das Leben auf Schienen bedeutet für Stolley, dass er weiterhin aus einem Rucksack lebt. Er wäscht seine Kleidung per Hand und nutzt öffentliche Schwimmbäder zum Duschen. Offiziell ist er noch bei seinen Eltern in Norddeutschland gemeldet, auch wenn seine Post an ein Berliner Postfach geht.
Sein ungewöhnlicher Lebensstil hat ihn zu einer Art kleiner Berühmtheit gemacht. Fahrgäste bitten ihn oft um Fotos, und sogar seine aktuelle Freundin lernte er in einer DB Lounge kennen.
Stolleys Leben verbindet Arbeit und Reisen auf eine Weise, die nur wenige schaffen. Er verdient ein stabiles Einkommen, während er Europa erkundet – und das alles ohne feste Adresse. Fürs Erste bleibt sein Alltag mit den Gleisen verbunden, die ihm zugleich Job und Zuhause bieten.






