Mercedes-Benz feiert Rekordquartal – doch Kartellverdacht trübt den Erfolg
Luisa BrandtMercedes-Benz feiert Rekordquartal – doch Kartellverdacht trübt den Erfolg
Daimler meldet Rekordquartal für Mercedes-Benz – Kartellvorwürfe belasten die Branche
Die Daimler AG hat für ihre Marke Mercedes-Benz ein rekordträchtiges zweites Quartal vermeldet. Während die globalen Absatzzahlen und Gewinne stiegen, gab es in den USA jedoch Rückgänge. Gleichzeitig sorgen Kartellvorwürfe für dringliche Gespräche unter den Branchenführern.
Mercedes-Benz Cars verzeichnete die höchsten Quartalsverkäufe seiner Geschichte und lieferte weltweit 595.200 Fahrzeuge aus – ein Plus von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch der Umsatz stieg um 7 Prozent auf rund 41,2 Milliarden Euro. Der Nettogewinn erhöhte sich leicht von 2,45 Milliarden Euro (2016) auf 2,51 Milliarden Euro.
In Europa, China und mehreren anderen Märkten erreichten die Verkäufe Rekordwerte. In den USA jedoch sanken die Absatzzahlen von Mercedes-Benz und smart im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent.
Unterdessen berät der Aufsichtsrat von Daimler über die Kartellvorwürfe. Auch Hans Dieter Pötsch, Vorsitzender des VW-Aufsichtsrats, berief eine Krisensitzung ein, um die Angelegenheit zu behandeln. Die Behörden prüfen, ob regelmäßige Treffen zwischen Automobilherstellern zu illegalen Preisabsprachen geführt haben könnten. Im Quartalsbericht von Daimler fanden die Vorwürfe jedoch keine Erwähnung.
Die starken finanziellen Ergebnisse des Konzerns stehen damit im Schatten anhaltender Untersuchungen zu Branchenpraktiken. Die Ermittlungen zu möglichem Kartellverhalten laufen weiter, ohne dass eine Lösung in Sicht wäre. Die Daimler-Führung hat bereits interne Gespräche zu dem Thema aufgenommen.






