Mehrwertsteuersenkung in Restaurants: Warum nicht alle Gäste profitieren
Noah FrankeMehrwertsteuersenkung in Restaurants: Warum nicht alle Gäste profitieren
Ab dem 1. Januar 2026 sank der Mehrwertsteuersatz auf Restaurantessen in Deutschland von 19 auf 7 Prozent. Die Senkung soll die Kosten für Gäste verringern – doch nicht alle Betriebe geben die Ersparnis an die Kunden weiter. Manche Gastronomen verweisen auf andere steigende Ausgaben wie Löhne und Energiekosten, die mögliche Preisnachlässe schmälern.
Der ermäßigte Steuersatz gilt nun nur für Speisen, Getränke und Kaffee sind davon ausgenommen. Zwar sollte die Senkung sowohl Unternehmen als auch Verbrauchern zugutekommen, doch wie sich die Preise in den Speisekarten tatsächlich entwickeln, bleibt unklar. Seit Inkrafttreten der Änderung liegen keine offiziellen Daten zu den durchschnittlichen Restaurantkosten vor.
Eugen Traber, Inhaber eines Restaurants in Bad Rappenau, hat seine Preise bereits angepasst: Ein Standardgericht auf seiner Karte kostet nun fast einen Euro weniger. Doch nicht alle Betriebe ziehen nach.
Viele in der Gastronomiebranche sehen in der Mehrwertsteuersenkung vor allem eine Möglichkeit, die Preise zu stabilisieren – nicht unbedingt zu senken. Steigende Mindestlöhne und Energiekosten fressen einen Großteil der Steuerentlastung auf. Einige Betreiber geben offen zu, die Preise unverändert zu lassen, um die zusätzlichen Belastungen auszugleichen, während andere die Ersparnis an die Gäste weitergeben wollen.
Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen ist nun in Kraft getreten, doch ihre Auswirkungen auf die Essenskosten fallen unterschiedlich aus. Manche Restaurants haben die Preise gesenkt, andere halten sie wegen höherer Betriebskosten stabil. Wie stark die Gäste letztlich profitieren, hängt davon ab, wie die einzelnen Betriebe auf die Steueränderung reagieren.
