05 June 2026, 14:37

Matthias Hundt bleibt im Amt – doch Berlins Senat will ihn entlassen

Senat bereitet Entlassung von Staatssekretär Hundt vor

Matthias Hundt bleibt im Amt – doch Berlins Senat will ihn entlassen

Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, hat seinen Rücktrittsentschluss widerrufen. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, in dem die Behörden seine Rolle bei der Insolvenz einer von ihm zuvor geführten Beratungsfirma untersuchen. Gleichzeitig treibt der Berliner Senat die Pläne für seine Entlassung voran.

Hundt hatte zunächst seinen Rücktritt angeboten, diesen später jedoch zurückgenommen. Er begründete dies mit Frust über Medienberichte und wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. Mit seinem Rückzieher ebnet er nun den Weg für ein formelles Entlassungsverfahren, das der Senat bis Dienstag abschließen will.

Die Staatsanwaltschaft Dresden prüft derzeit Hundts Verstrickung in den Zusammenbruch der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH. Das Unternehmen, bei dem er als Geschäftsführer tätig war, steht im Verdacht, möglicherweise fällige Rentenbeiträge nicht abgeführt zu haben. Eine separate Prüfung durch die Deutsche Rentenversicherung läuft, um diese Vorwürfe zu überprüfen.

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Hundts Verbindung zum Insolvenzfall bezieht sich auf seine frühere Tätigkeit bei der SDC, obwohl er nie Gesellschafter war. Seine Position als externer Geschäftsführer endete im Herbst 2024. Trotz der Kontroverse hat er weiterhin Anspruch auf eine Abfindung in Höhe von etwa 72.000 Euro – was einem halben Jahresgehalt entspricht.

Das Entlassungsverfahren des Senats wird in den kommenden Tagen abgeschlossen. Sollte Hundt seines Amtes enthoben werden, würde er sein Amt inmitten laufender rechtlicher und finanzieller Untersuchungen verlassen. Die Ergebnisse der Rentenprüfung und die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft könnten den Fall weiter prägen.

Quelle