03 April 2026, 08:08

Logistikbranche warnt vor Kollaps durch Rekord-Dieselpreise und fordert Soforthilfe

Grafik, die die Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten im Laufe der Zeit zeigt, mit einer blauen Linie, die einen Rückgang der Preise anzeigt, und einer grünen Linie, die einen Anstieg der Preise anzeigt.

Logistikbranche warnt vor Kollaps durch Rekord-Dieselpreise und fordert Soforthilfe

Vier große deutsche Logistikverbände haben die Bundesregierung aufgefordert, unverzüglich gegen die explodierenden Kraftstoffkosten vorzugehen. Die Verbände warnen, dass die Rekordpreise für Diesel die Branche an den Rand des Kollapses treiben. Ohne kurzfristige Entlastung drohten Lieferketten und Unternehmen weiteren Belastungen ausgesetzt zu werden, betonen sie.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BPEX), der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) sowie der Bundesverband Contract-Logistik (BWVL) richteten den gemeinsamen Appell an die Politik. Hintergrund ist die prekäre Lage vieler Logistikunternehmen, die mit noch nie dagewesenen Energiekosten kämpfen – und gleichzeitig versuchen, die Stabilität der Lieferketten aufrechtzuerhalten.

Die Forderungen der Branche zeigen, wie stark der deutsche Logistiksektor im Vergleich zu anderen europäischen Nachbarländern belastet wird. Die Unternehmen ringt mit drastisch gestiegenen Dieselpreisen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit und operative Effizienz gefährden. Die Verbände bestehen darauf, dass eine vorübergehende Bremse bei den Spritpreisen notwendig sei – nicht jedoch langfristige Subventionen.

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Am 1. April 2026 hatte der Bundestag ein Kraftstoffpaket verabschiedet, um überhöhte Preise einzudämmen. Das Gesetz beschränkt Tankstellen auf eine tägliche Preiserhöhung zur Mittagszeit, während Preissenkungen jederzeit möglich bleiben. Zudem erhielt das Bundeskartellamt erweiterte Befugnisse, um überteuerte Spritpreise zu bekämpfen. Doch die Logistikverbände halten die Maßnahmen für unzureichend, um die akute Krise zu entschärfen.

Die Verbände schlagen vor, dass finanzielle Entlastungen ausschließlich die Mehreinnahmen des Staates aus höheren Energiesteuern und CO₂-Bepreisung ausgleichen sollten. Sie warnen davor, dass der Staat die Situation auf Kosten von Unternehmen und Steuerzahlern ausnutzen könnte. Ein funktionsfähiger und bezahlbarer Logistiksektor sei jedoch unverzichtbar, um Lieferketten stabil zu halten und die Versorgungssicherheit in der gesamten Wirtschaft zu gewährleisten.

Ohne schnelles Handeln droht die Belastung der Logistikunternehmen den Warenfluss zu stören. Der dringende Appell der Branche unterstreicht die Notwendigkeit, weitere wirtschaftliche Folgen der Energiekrise abzuwenden.

Die Bundesregierung steht nun unter Druck, noch vor einer weiteren Zuspitzung der Lage zu handeln. Die Logistikunternehmen benötigen gezielte, kurzfristige Unterstützung, um die Dieselpreisschocks zu überstehen. Jede Verzögerung berge das Risiko, Lieferketten zu destabilisieren und die Kosten für Unternehmen wie Verbraucher weiter in die Höhe zu treiben, warnen die Verbände.

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