16 April 2026, 02:08

Leipzig startet Pilotanlage für revolutionären Carbonbeton in Serienfertigung

Betongebäude mit einem Weg, umgeben von grünem Gras und Pflanzen, Bäumen im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel.

Leipzig startet Pilotanlage für revolutionären Carbonbeton in Serienfertigung

Neue Pilotanlage in Leipzig bringt karbonbewehrten Beton in die Großserienfertigung

Das Vorhaben knüpft an den Erfolg des Carbon Concrete CUBE in Dresden an – dem ersten Gebäude weltweit aus diesem innovativen Material. Bei einer Auftaktveranstaltung am Standort des CUBE gaben offizielle Vertreter den Startschuss für die vierjährige Entwicklungsphase.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Den offiziellen Projektbeginn markierte eine Eröffnungsfeier im CUBE-Gebäude der TU Dresden. Die bereits fertiggestellte Konstruktion demonstriert das Potenzial von karbonbewehrtem Beton, der im Vergleich zu herkömmlichem stahlbewehrtem Beton deutlich weniger Ressourcen verbraucht. Untersuchungen bestätigen, dass der neue Werkstoff den Materialeinsatz um bis zu 80 Prozent reduzieren kann.

Federführend bei der Umsetzung ist das Leipziger Unternehmen Kahnt & Tietze GmbH, unterstützt von Partnern wie der HTWK Leipzig und der TU Dresden. Bis 2029 soll in Leipzig eine Pilotanlage errichtet und in Betrieb genommen werden. Ziel ist es, die Produktionstechniken zu verfeinern und die Technologie für den breiten industriellen Einsatz vorzubereiten.

Kohlenstoffbewehrter Beton bietet entscheidende Vorteile gegenüber konventionellen Baustoffen: Er ermöglicht schlankere, leichtere und langlebigere Bauteile, was sowohl die Materialkosten als auch die Umweltbelastung verringert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das Projekt mit rund 14 Millionen Euro.

Die Pilotanlage wird bis Ende 2029 betrieben und konzentriert sich auf die Hochskalierung der Carbonbeton-Produktion. Sobald die Technologie ausgereift ist, könnte sie die Bauindustrie revolutionieren – durch effizientere und nachhaltigere Gebäude. Bei Erfolg könnte der neue Werkstoff branchenweit Einzug halten.

Quelle