13 March 2026, 22:09

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Bauern fordern Agrarminister Hauk im Amt zu halten

Eine Deutschlandkarte mit in Rot und Blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl 2016 zeigt, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Bauern fordern Agrarminister Hauk im Amt zu halten

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Grüne und CDU gleichauf – Bauern fordern Stabilität in der Agrarpolitik

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg hat Grüne und CDU mit jeweils 56 Sitzen gleichauf enden lassen. Die AfD sicherte sich mit 35 Mandaten den dritten Platz, während die SPD mit nur noch zehn Sitzen ein historisches Tief erreichte. Unterdessen drängen Bauernvertreter zu Beginn der Koalitionsgespräche auf Kontinuität in der Agrarpolitik.

Der Baden-Württembergische Bauernverband (BLHV) sprach sich dafür aus, Peter Hauk im Amt des Agrarministers zu belassen, und betonte die Notwendigkeit einer stabilen ländlichen Politik nach Jahren der engen Abstimmung mit den Forderungen der Landwirte.

Seit Hauk 2010 das Ressort leitet, setzt Baden-Württembergs Agrarpolitik auf die Unterstützung der Bauern. Dazu gehörten 2023 zusätzliche Direktzahlungen in Höhe von 100 Millionen Euro, Bürokratieabbau durch Digitalisierung sowie die Aufrechterhaltung von Subventionen für Milch- und Schweineproduktion. Sein Kurs förderte zudem Nachhaltigkeit, etwa durch das Programm "BW voran". Trotz Kürzungen der EU-Mittel stabilisierten diese Maßnahmen die Einkommen der Betriebe und steigerten die landwirtschaftliche Produktion zwischen 2010 und 2025 um 10 Prozent.

Hauk gewann sein Direktmandat im Wahlkreis Neckar-Odenwald mit 39,5 Prozent der Stimmen. Allerdings geriet er 2023 und 2024 während der Bauernproteste in Konflikt mit Cem Özdemir, dem grünen Bundesagrarminister. Dessen Erfolg auf Landesebene wirft nun die Frage auf, ob die schwarz-grüne Koalition fortgesetzt wird.

BLHV-Präsident Bernhard Bolkart rief die Politik dazu auf, Grabenkämpfe zu vermeiden und in Agrarpolitik, Naturschutz und Biodiversität an einem Strang zu ziehen. Diese Bereiche müssten zusammenwirken statt gegeneinander, so Bolkart. Marco Eberle, Geschäftsführer des Landvolks Baden-Württemberg (LBV), ergänzte, dass Bürokratieabbau und langfristige Planungssicherheit für die Landwirte weiterhin oberste Priorität hätten.

Die Wahlergebnisse haben die politische Landschaft verändert: Die SPD stürzte auf 5,5 Prozent ab und hält nur noch zehn Sitze, während FDP und Linke ganz aus dem Parlament flogen. Da Grüne und CDU gleich stark sind, werden die Koalitionsverhandlungen entscheiden, ob Hauk im Amt bleibt – oder ob die Agrarpolitik eine neue Richtung einschlägt.

Die Wahl lässt den Agrarsektor Baden-Württembergs in einer Phase der Ungewissheit zurück. Die Bauernverbände setzen sich für Hauks Verbleib ein, um die bisherigen Erfolge – stabile Einkommen und Produktionssteigerungen – zu sichern. Die endgültige Entscheidung über die Führung des Ministeriums hängt von den Koalitionsvereinbarungen zwischen Grünen und CDU ab.

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