Kommunen fordern 32 Milliarden Euro – sonst droht der Kollaps
Über 50 kommunale Spitzenvertreter haben sich zusammengeschlossen, um von Bundeskanzler Friedrich Merz und den Führungskräften der Koalition dringend finanzielle Unterstützung zu fordern. Das neu gegründete Bündnis "Für die Würde unserer Städte" warnt, dass Deutschlands Kommunen vor einer sich verschärfenden Krise stehen – mit Haushalten, die bis an die Belastungsgrenze gespannt sind.
Das Bündnis vertritt 73 Städte und Gemeinden in acht Bundesländern mit insgesamt rund 10 Millionen Einwohnern. Viele dieser Regionen, darunter Solingen, kämpfen seit Jahren mit sinkenden Steuereinnahmen und steigenden Sozialkosten. Allein im vergangenen Jahr verzeichneten die Kommunalhaushalte ein kumuliertes Defizit von 31,9 Milliarden Euro – der höchste jemals gemessene Wert.
Verfallende Infrastruktur prägt inzwischen den Alltag in diesen Kommunen: Straßen sind von Schlaglöchern übersät, Schulgebäude verfallen zusehends, und öffentliche Einrichtungen leiden unter mangelnder Instandhaltung. Die Verantwortlichen warnen, dass ohne sofortiges Handeln weitere Dienstleistungen zusammenbrechen und das Vertrauen der Bürger weiter erodieren werde.
Die Gruppe fordert strukturelle Finanzhilfen in Höhe von knapp 32 Milliarden Euro pro Jahr. Ohne diese Mittel drohten Städten wie Solingen ein tieferer Niedergang, wachsende Investitionsstaus und eine weitere Verschlechterung der Lebensbedingungen, so das Bündnis. Zudem warnt es, dass die finanzielle Not extremistischen und populistischen Strömungen Vorschub leisten und die soziale Stabilität gefährden könnte.
Der Appell setzt die Bundesregierung unter Zugzwang, noch vor einer weiteren Zuspitzung der Krise zu handeln. Ohne eine nachhaltige Finanzlösung könnten Kommunen bald nicht mehr in der Lage sein, grundlegende Leistungen zu erbringen. Das Bündnis besteht darauf, dass nur ein schnelles politisches Eingreifen langfristige Schäden für Deutschlands Städte und Gemeinden abwenden kann.






