17 April 2026, 06:10

Komiker Learnmore Jonasi verklagt: Sieben Millionen Dollar für Löwenkönig-Parodie

Schwarze und weiße Illustration einer Gruppe von Löwen in einer Dschungelumgebung mit üppiger Vegetation und Bäumen, die den Text 'Der König der Löwen' unten zeigt.

Komiker Learnmore Jonasi verklagt: Sieben Millionen Dollar für Löwenkönig-Parodie

Der simbabwische Komiker Learnmore Jonasi sieht sich mit einer Klage über sieben Millionen US-Dollar des Komponisten Lebohang Morake konfrontiert, der hinter dem Löwenkönig-Klassiker Der Kreis des Lebens steht. Der Rechtsstreit entstand durch Jonasis humorvolle Übersetzung der Zulu-Texte des Liedes während eines Podcast-Interviews. Der Komiker enthüllte, dass ihm die Klageschrift während eines Live-Auftritts auf der Bühne zugestellt wurde.

Der Fall hat bereits enorme Aufmerksamkeit erregt – allein Jonasis Instagram-Post zur Klage wurde innerhalb weniger Tage über drei Millionen Mal aufgerufen.

Im Mittelpunkt der Klage steht Jonasis Auftritt in einem Podcast im Jahr 2023, bei dem er die ikonische Anfangszeile "Nants'ingonyama bagithi Baba" mit "Schaut mal, da ist ein Löwe. Oh mein Gott" übersetzte. Morake, der das Lied gemeinsam mit Hans Zimmer schrieb, argumentiert, diese Version sei respektlos und untergrabe sein künstlerisches Werk. Die offizielle Disney-Übersetzung lautet: "Lebt hoch der König, wir alle verneigen uns vor dem König."

Morakes Anwälte behaupten, Jonasi habe seine Interpretation als Tatsache dargestellt und nicht als Satire – daher greife der Schutz der Meinungsfreiheit nicht. Die Klage fordert sieben Millionen US-Dollar als Strafschadensersatz sowie über 20 Millionen für den angeblichen Schaden an Morakes Ruf und dem Vermächtnis des Liedes.

Jonasi, der derzeit nach seinem Auftritt bei America's Got Talent durch die USA tourt, hat den Löwenkönig bereits seit Langem in seinen Programmen auf die Schippe genommen. Seine Witze zielen oft auf die Darstellung Afrikas im Film ab, etwa auf die amerikanischen Akzente der Löwen. Angesichts der Kritik bot er Morake an, gemeinsam ein Video zu drehen, das die wahre Bedeutung des Liedes erklärt.

Die öffentliche Reaktion fällt überwiegend zugunsten des Komikers aus. Tausende Kommentare unter seinem Instagram-Post verteidigen sein Recht auf Parodie, viele bezeichnen die Klage als überzogen.

Der Fall wird nun im US-Rechtssystem verhandelt, wo ein Richter entscheiden muss, ob Jonasis Äußerungen als geschützte Satire gelten. Sollte Morake erfolgreich sein, könnte sein Anspruch einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie Komiker urheberrechtlich geschützte Werke in ihren Auftritten interpretieren dürfen.

Bisher hat Jonasi nicht bekannt gegeben, ob er sein Programm während des laufenden Verfahrens anpassen wird. Das Urteil könnte auch Auswirkungen darauf haben, wie Künstler und Schöpfer künftig mit Popkultur in der Comedy umgehen.

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