21 April 2026, 16:13

Klimaproteste in Braunschweig: Aktivisten fordern Stopp für Gaskraftwerke und mehr Ökostrom

Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen bis 2030 um etwa eine Gigatonne."

Klimaproteste in Braunschweig: Aktivisten fordern Stopp für Gaskraftwerke und mehr Ökostrom

Klimaschutzaktivisten in Braunschweig haben sich an bundesweiten Protesten gegen die deutsche Energiepolitik beteiligt. Die Demonstranten der Bewegung Fridays for Future kritisierten Wirtschaftsministerin Katherina Reiche scharf für ihre Pläne, Milliarden in neue Gaskraftwerke zu investieren. Solche Entscheidungen würden die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verschärfen und die Fortschritte im Ausbau erneuerbarer Energien gefährden, warnten sie.

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Die Kundgebung in Braunschweig war Teil einer überregionalen Protestwelle, an der sich auch Berlin, Hamburg, Köln und München beteiligten. Die Aktivisten betonten die Vorteile erneuerbarer Energien – von geringeren Kosten über größere Energieunabhängigkeit bis hin zu einem besseren Klimaschutz. Gleichzeitig hoben sie die Schaffung neuer Arbeitsplätze und wirtschaftliche Chancen als zentrale Gründe für den Ausstieg aus fossilen Energieträgern hervor.

Niko Schoss, Sprecher von Fridays for Future Braunschweig, argumentierte, dass falsche Weichenstellungen in der Energiepolitik alle treffen würden. Die Abhängigkeit von Gas binde Deutschland an internationale Krisen und autokratische Regime, so Schoss. Alexander Dammmeier, ein weiterer Aktivist, verwies darauf, dass erneuerbare Energien bereits 62 Prozent des deutschen Strommix ausmachten.

Dammmeier übt scharfe Kritik an Reiches Politik und warnte, diese könnte jahrelange Fortschritte im Bereich sauberer Energien zunichtemachen. Die Gruppe fordert nun einen vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien bis spätestens 2035.

Die Proteste erhöhen den Druck auf die Politik, Gasinvestitionen zu stoppen und den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen. Die Aktivisten sind überzeugt, dass ein schnellerer Wandel die Kosten senken, Arbeitsplätze schaffen und die Abhängigkeit von instabilen Energieimporten verringern würde. Die Forderung nach einem Umstiegsziel bis 2035 bleibt ein zentraler Punkt ihrer Kampagne.

Quelle