Klimafonds in der Kritik: Regierung plant strengere Kontrollen für 500-Milliarden-Euro-Topf
Ella HofmannKlimafonds in der Kritik: Regierung plant strengere Kontrollen für 500-Milliarden-Euro-Topf
Der deutsche 500-Milliarden-Euro-Klimafonds steht erneut in der Kritik – diesmal wegen der Verwendung der Gelder. Kritiker werfen der Regierung vor, die Mittel nicht wie ursprünglich vorgesehen einzusetzen. Nun hat die Bundesregierung Änderungen vorgeschlagen, um die Bedenken auszuräumen.
Der Sonderfonds sollte es dem Bund ermöglichen, über zwölf Jahre hinweg 500 Milliarden Euro zu leihen. Das Geld war für zentrale Vorhaben bestimmt, darunter die Modernisierung des Schienennetzes. Doch viele Fachleute bemängeln, dass die Ausgaben nicht der sogenannten "Zusätzlichkeitsregel" entsprechen – also über die üblichen zehn Prozent des Investitionsanteils im Bundeshaushalt hinausgehen müssten.
Finanzminister Lars Klingbeil wird am 29. April den Haushaltsrahmen für 2027 vorlegen. Sein Plan zielt darauf ab, die Lücke zwischen sinkenden Einnahmen und steigenden Kosten zu schließen. Unterdessen hat Staatssekretär Dennis Rohde dem Haushaltsausschuss des Bundestags ein "Sonderfonds-Monitoringsystem" vorgeschlagen.
Auch die Ökonomin Geraldine Dany-Knedlik fordert ein neues "Kontrollkonto", um die Verteilung der Milliarden aus dem Fonds nachzuverfolgen. Die Grünen und die Linke lehnen das geplante Prüfverfahren jedoch als unzureichend ab.
Mit den jüngsten Vorschlägen der Regierung soll die Kontrolle über den Klimafonds verbessert werden. Dennoch bleiben Zweifel, ob die Ausgabenregeln eingehalten werden. Die Debatte wird weitergehen, während der Haushalt für 2027 Gestalt annimmt.






