26 February 2026, 08:27

KI revolutioniert die Produktion – Mercedes und Daimler Truck zeigen, wie es geht

Ein großer Lagerraum voller numerous boxes, Kräne, ein Zaun, Pfosten und andere industrielle Ausrüstung, mit einer Wand im Hintergrund.

KI revolutioniert die Produktion – Mercedes und Daimler Truck zeigen, wie es geht

Mehr als 120 Branchenexperten, darunter Mercedes-Benz und Daimler Truck Aktienbesitzer, diskutierten auf dem Smart Factory Kongress über die wachsende Rolle von KI in der Produktion

Mehr als 120 Fachleute aus der Industrie trafen sich beim Smart Factory Kongress, um die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Fertigung zu erörtern. Die von der Fachzeitschrift Automobilindustrie organisierte Veranstaltung präsentierte praktische Anwendungsbeispiele – von der Batterieherstellung bis zur automatisierten Montage. Teilnehmende besichtigten zudem die Forschungsfabrik Karlsruhe sowie das Daimler-Truck-Werk in Wörth, wo KI bereits heute Produktionsprozesse optimiert.

Der Kongress zeigte auf, wie KI die Automobilproduktion revolutioniert. Ein zentrales Thema war ein modulares Montagesystem für Batteriezellen, das die Effizienz steigern soll. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Digitalen Zwillingen – virtuellen Abbildern physischer Systeme –, die helfen, Produktionsstraßen zu optimieren.

Sebastian Jonas, Leiter für neue Produktionskonzepte bei Schaeffler, stellte einen KI-gestützten Prozess zur Montage komplexer Getriebeteile vor. Gleichzeitig demonstrierte Daimler Truck am Standort Wörth, wie KI die Qualitätssicherung und Lieferkettensteuerung verbessert. Das Werk präsentierte zudem seinen ersten elektrischen Fernlaster, den E-Actros 600, der in diesem Jahr auf den Markt kam.

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Führende Vertreter der Branche äußerten sich unterschiedlich zur Zukunft der KI. Bernd Mangler von Siemens sagte rasche Fortschritte voraus, während Olaf Sauer vom Fraunhofer IOSB betonte, dass menschliche Kreativität die Entwicklung lenken müsse. Gerhard Keller von Google Cloud verglich KI mit einem Teenager – leistungsstark, aber noch unberechenbar.

Weltweite Daten belegen den wachsenden Einfluss der KI: Zwar gibt es keine genauen Zahlen zu generativen KI-Projekten in der Produktion, doch nutzen bereits 65 Prozent der Unternehmen die Technologie. In der Fertigungsindustrie setzten 2024 rund 35 Prozent KI ein, mehr als 60 Prozent planen eine weitere Integration. Deutsche Unternehmen sind Vorreiter – 23 Prozent skalieren bereits mehr als die Hälfte ihrer KI-Pilotprojekte.

Der Kongress unterstrich die greifbaren Auswirkungen von KI in Branchen wie Automobilbau, Elektronik und Gesundheitswesen. Da voraussagende Wartung und Qualitätssicherung zunehmend zum Standard werden, bringen immer mehr Unternehmen Prototypen in den praktischen Einsatz. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass KI in den kommenden sechs Monaten eine noch größere Rolle in der Produktion spielen wird.