K+S setzt auf Windstrom für klimaneutrale Düngemittelproduktion im Werra-Werk
Noah FrankeK+S setzt auf Windstrom für klimaneutrale Düngemittelproduktion im Werra-Werk
K+S schließt Direktliefervertrag mit MPC Capital für Ökostrom am Standort Werra ab
Der Düngemittel- und Salzkonzern K+S hat mit der Hamburger MPC Capital einen Direktliefervertrag für erneuerbare Energien geschlossen, um sein Werra-Verbundwerk mit Windstrom zu versorgen. Das Abkommen umfasst zwei Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 11,4 Megawatt, die ab August in Betrieb gehen sollen. Für das Unternehmen ist dies ein Novum: Erstmals wird ein Teil eines Kalibergwerks ohne Anbindung an das öffentliche Stromnetz mit Energie versorgt.
Die beiden Anlagen stehen nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen und gehören zur MPC Capital mit Sitz in Hamburg. K+S investierte einen mittleren sechsstelligen Betrag in den Anschluss des Windparks; die technischen Arbeiten wurden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen.
Der vor Ort erzeugte Windstrom wird direkt in die Produktion von Düngemitteln und anderen Erzeugnissen des Werra-Werks eingespeist. Bei Volllast decken die Turbinen etwa zehn Prozent des aktuellen Strombedarfs der Anlage. Die direkte Belieferung entlastet zudem das lokale Netz im Werra-Tal.
„Das Projekt ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zur Treibhausgasneutralität bis 2045“, erklärte Dr. Jens Christian Keuthen, im K+S-Vorstand zuständig für Dekarbonisierung und Energie. Bis dahin setze das Unternehmen auf hoch effiziente Kraft-Wärme-Kopplung mit Erdgas als Brückentechnologie, um seine Klimaziele im Rahmen des Pariser Abkommens zu erreichen.
Die Initiative ermöglicht es K+S, erneuerbare Energien effizienter zu nutzen und die Abhängigkeit vom öffentlichen Netz zu verringern. Sie markiert einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur langfristigen Klimaneutralität des Konzerns. Ab August wird das Werra-Verbundwerk einen Teil seines Strombedarfs direkt aus den Windkraftanlagen beziehen.
