Jörg Meuthen verlässt nach AfD-Debakel in Baden-Württemberg die Politik
Ella HofmannMeuthen tritt nach Wahlschlappe zurück - Jörg Meuthen verlässt nach AfD-Debakel in Baden-Württemberg die Politik
Jörg Meuthen hat nach dem enttäuschenden Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg seinen Rückzug aus der aktiven Politik bekannt gegeben. Die Partei erreichte lediglich 0,2 Prozent der Stimmen – weit unter den Erwartungen. Meuthen, der der AfD im September 2024 beigetreten war, wird nun alle Parteifunktionen niederlegen.
Meuthens politische Laufbahn begann jedoch lange vor seinem Engagement bei der AfD. Zunächst machte er als Co-Vorsitzender der AfD von 2015 bis 2022 auf sich aufmerksam, verließ die Partei jedoch wegen ihrer zunehmenden Radikalisierung. Seine Expertise als Volkswirt und Redner half ihm, konservative Wähler anzusprechen – selbst nach seinem Austritt aus der AfD.
2017 zog er als AfD-Kandidat ins Europäische Parlament ein. Bis 2024 schloss er sich der AfD an, wurde schnell stellvertretender Bundesvorsitzender und Spitzenkandidat für die baden-württembergische Landtagswahl 2026. Doch die Wahl am 8. März 2026 endete mit einem herben Rückschlag: Nur 0,2 Prozent landesweit und 0,8 Prozent in seinem Wahlkreis Kehl.
Nach der Niederlage kündigte Meuthen an, nicht mehr für den Bundesvorstand der AfD zu kandidieren. Stattdessen verlässt er die Politik vollständig – und beendet damit eine Karriere, in der er einst als wichtige Stimme für konservative Wähler galt, die mit der AfD unzufrieden waren.
Das Scheitern der AfD bei der Wahl markiert das Ende von Meuthens politischen Ambitionen. Sein Rücktritt von allen Parteifunktionen folgt auf eine Laufbahn, die von Führungsrollen in der AfD bis hin zu einem Mandat im Europaparlament reichte. Die Partei steht nun ohne ihren bekanntesten Kandidaten vor einer ungewissen Zukunft.
