Innenminister fordern nach DFB-Pokal-Chaos schärfere Stadionregeln
Stadion-Sicherheit steht im Mittelpunkt der kommenden Innenministerkonferenz in Hamburg. Die Debatte folgt auf einen Vorfall während des DFB-Pokal-Finals, bei dem Pyrotechnik das Spiel unterbrach. Nun drängen Behörden auf strengere Maßnahmen, um ähnliche Zwischenfälle künftig zu verhindern.
Im Finale zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart kam es zu einer Spielunterbrechung, nachdem Fans Pyrotechnik gezündet hatten. Trotz der Störung ließ Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie fortsetzen. Am Ende gewann der FC Bayern mit 3:0.
Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, kritisierte die Entscheidung scharf. Er zeigte sich „fassungslos“, dass das Spiel nicht abgebrochen wurde. Reul fordert seitdem von den Vereinen, die bestehenden Verbote für Pyrotechnik durch konsequentere Kontrollen durchzusetzen.
Auf der letzten Innenministerkonferenz in Bremen standen Gewalt in Stadien und Fanproteste im Fokus. Doch zu umstrittenen Vorschlägen wie personalisierten Tickets, flächendeckenden Ausweiskontrollen, Gesichtserkennung oder KI-Überwachung gab es keine Beschlüsse. Laut einem Bericht des Spiegel fehlen auch im aktuellen Entwurf konkrete Schritte zur Verbesserung der Sicherheit.
Die Konferenz in Hamburg soll nun diese Lücken schließen. Die Vereine könnten unter verstärkten Druck geraten, die Kontrollen zu verschärfen und bestehende Verbote strikt umzusetzen. Die Ergebnisse könnten die künftige Politik zu Fanverhalten und Spielsicherheit prägen.






