HPE-Jahrestagung in Mainz: Wie die Holzverpackungsbranche regulatorische Hürden und Digitalisierung meistert
Luisa BrandtHPE-Jahrestagung in Mainz: Wie die Holzverpackungsbranche regulatorische Hürden und Digitalisierung meistert
Rund 140 Mitglieder des Verbandes der Holzverpackungs-, Paletten- und Exportverpackungsindustrie (HPE) trafen sich in Mainz zur jährlichen Frühjahrstagung. Die Veranstaltung widmete sich zentralen Branchenfragen – von regulatorischen Änderungen über geopolitische Herausforderungen bis hin zu digitalen Fortschritten.
Im Mittelpunkt der Konferenz standen die wichtigsten Entwicklungen, die den Holzverpackungssektor prägen. Die Teilnehmer diskutierten die Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung (PPWR), wobei der HPE auf noch offene Fragen zur praktischen Anwendung hinwies. Um Unternehmen zu unterstützen, stellte der Verband einen 150-seitigen Leitfaden vor, der speziell auf die neuen Vorschriften zugeschnitten ist.
Auch geopolitische Verschiebungen und ihre Auswirkungen auf Lieferketten waren ein zentrales Thema. Der HPE betonte, wie wichtig es für Unternehmen ist, widerstandsfähiger gegen Störungen zu werden. Gordon Schnieder, der designierte Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, beteiligte sich ebenfalls an den Gesprächen und lotete Chancen und Hürden für kleine und mittlere Unternehmen aus.
Digitale Innovationen spielten ebenfalls eine bedeutende Rolle. In verschiedenen Sessions wurden Werkzeuge wie 3D-Design-Software und KI-Anwendungen vorgestellt. Zudem kündigte das HPECycle-Netzwerk an, seine Aktivitäten auszubauen und möglicherweise zu einer erweiterten Herstellerverantwortungsorganisation (EPR) für Holzverpackungen im Rahmen des deutschen Verpackungsgesetzes zu werden.
Die Frühjahrstagung des HPE beleuchtete damit entscheidende Branchentrends und Lösungsansätze. Unternehmen erhalten mit dem neuen Leitfaden eine fundierte Orientierungshilfe zur PPWR. Die geplante Erweiterung von HPECycle könnte die Branche in Sachen Nachhaltigkeit und Compliance zusätzlich prägen.






