Hohentengen revolutioniert mit 1-GBit-Internet aus eigener Kraft
Ein kleines Städtchen in Baden-Württemberg setzt neue Maßstäbe für Hochgeschwindigkeitsinternet
Hohentengen am Hochrhein bietet seinen Bürgern und Unternehmen nun Download-Geschwindigkeiten von 1.000 Mbit/s (1 Gbit/s) an. Der Dienst hat fast alle Haushalte überzeugt – die Abonnementquote liegt bei beeindruckenden 96 Prozent.
Das Glasfasernetz der Gemeinde erstreckt sich über 90 Kilometer und umfasst mehr als 10.000 Kilometer Kabel. Die Verlegung erfolgte mit einer besonders schonenden Methode: Es wurden nur 15 Zentimeter breite und 40 Zentimeter tiefe Gräben ausgehoben. Dadurch konnte das Projekt zügig umgesetzt werden, ohne größere Beeinträchtigungen zu verursachen.
Die lokalen Verantwortlichen behandelten die digitale Infrastruktur als ebenso grundlegend wie Wasser oder Strom. Statt auf staatliche Fördergelder zu warten, trieben sie das Vorhaben in Eigenregie voran. Die Gesamtkosten beliefen sich auf knapp 3 Millionen Euro, wobei die Gemeinde 465.000 Euro aus eigenen Mitteln beisteuerte.
Die Einwohner zahlen nun 69 Euro monatlich für ein Komplettpaket aus Internet, Telefon und Fernsehen. Trotz des Erfolgs kämpft der Netzbetreiber derzeit jedoch mit Schulden in Höhe von 280.000 Euro.
Hohentengens Investition hat zu einem der schnellsten Internetanschlüsse der Region geführt. Fast jeder Haushalt hat sich angeschlossen – ein klarer Beweis für die hohe Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitsverbindungen. Das Vorgehen der Gemeinde zeigt, wie lokale Initiativen den digitalen Fortschritt vorantreiben können, ohne auf externe Finanzierung angewiesen zu sein.






