Hertha BSC startet mit Umbruch und neuen Prioritäten in die Saison
Hertha BSC steht vor einer Saison des Umbruchs, nachdem der Verein in der Vorsaison nur den siebten Platz belegte. Der Klub hat wichtige Leistungsträger verloren und muss nun angesichts finanzieller Grenzen und eines umgebildeten Kaders seine Ziele anpassen.
Die Abgänge von Fabian Reese, Kennet Eichhorn und Michael Cuisance haben die Mannschaft stark verändert. Die Verkäufe brachten dem Verein einen beträchtlichen Betrag ein – laut Berichten im zweistelligen Millionenbereich. Bisher floss dieses Geld jedoch nicht in neue Transfers, da mehrere weitere Spieler einen Wechsel anstreben oder von anderen Vereinen umworben werden.
Da der Aufstieg nicht mehr oberste Priorität hat, hatte Geschäftsführer Peter Görlich bereits eingeräumt, dass man sich der Realität stellen müsse. Noch vor einiger Zeit hatte er das Ziel ausgegeben, mit Union Berlin in einer Liga mitspielen zu wollen. Nun konzentriert sich der Klub auf den Neuaufbau und wird interne Zielvorgaben besprechen, bevor diese öffentlich kommuniziert werden.
Trainer Stefan Leitl hat unterdessen bereits die Vorbereitungen auf die neue Saison aufgenommen. Vor dem offiziellen Trainingsstart organisierte er ein zweitägiges Teambuilding-Camp in Kienbaum. Zudem will der Verein die Philosophie des „Berliner Wegs“ stärker leben – ein Konzept, das der verstorbene Vereinspräsident Kay Bernstein lange geprägt hat.
Die Abgänge könnten gleichzeitig Chancen für junge Talente aus der Akademie eröffnen. Spieler wie Boris Mamuzah Lum könnten nun den Weg in die erste Mannschaft ebnet bekommen.
Hertha BSC geht mit einem schmäleren Kader und veränderten Prioritäten in eine Übergangsphase. Der Klub setzt auf interne Entwicklung und die bewährte Vereinsphilosophie, während er sich in engen finanziellen Spielräumen bewegt. Der Aufstieg rückt für die kommende Saison in den Hintergrund.
