Henkel stemmt sich gegen steigende Materialkosten – doch Verbraucher bleiben vorerst verschont
Miriam WolfHenkel stemmt sich gegen steigende Materialkosten – doch Verbraucher bleiben vorerst verschont
Henkel kämpft mit steigenden Materialkosten und muss mit 400 bis 500 Millionen Euro zusätzlichen Ausgaben rechnen. Das Unternehmen hat im Industriegeschäft bereits Preiserhöhungen durchgesetzt, zeigt sich bei der Weitergabe der Kosten an Verbraucher jedoch zurückhaltend.
Konzerchef Carsten Knobel warnte, dass weitere Preisanpassungen nötig werden könnten, falls sich der Kostendruck fortsetzt. Allein in diesem Jahr sind Henkels Materialausgaben im hohen einstelligen Prozentbereich gestiegen. Um die Belastung abzufedern, verhandelt der Konzern Lieferverträge neu und spürt interne Kosten ein. Mit diesen Maßnahmen will man die finanzielle Last mindern, ohne die Verbraucherpreise sofort anzuheben.
Im Industriebereich, etwa bei Klebstoffen, hat Henkel die Preise bereits angepasst. Deutlich schwieriger gestaltet sich die Lage im Konsumentengeschäft. Angesichts der angespannten Haushaltsbudgets setzt das Unternehmen auf gezielte Preisanpassungen, die an neue Produktinnovationen geknüpft sind.
Knobel betonte, wie schwer es sei, die weitere Entwicklung vorherzusagen. Zwar sind keine pauschalen Preiserhöhungen für Verbraucher geplant, für 2026 schließt er sie jedoch nicht aus. Sollte der Kostendruck anhalten, könnten weitere Anpassungen unvermeidbar werden. Henkel steuert einen Kurs zwischen Kostensenkung und vorsichtiger Preispolitik. Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob sich die Materialausgaben stabilisieren. Vorerst dürften Verbraucher nur begrenzte Preisanpassungen bemerken – vor allem bei aktualisierten Produkten.






