13 April 2026, 10:09

Hammer Raumstylisten meldet Insolvenz an – 87 Filialen vor dem Aus

Eingang zu einem Einkaufszentrum mit einem "Aufregende Neue Einzelhandelseröffnung Bald"-Schild, einem Müllcontainer links, einer Glastür rechts und Deckenlampen, mit undeutlichen Hintergrundobjekten.

Hammer Raumstylisten meldet Insolvenz an – 87 Filialen vor dem Aus

Möbelhändler Hammer Raumstylisten GmbH beantragt am 1. April 2026 reguläres Insolvenzverfahren

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Trotz intensiver Bemühungen, Investoren zu gewinnen, konnte für den angeschlagenen Möbelhändler Hammer Raumstylisten GmbH keine tragfähige Lösung gefunden werden, um den Betrieb wie gewohnt fortzuführen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer bestätigte, dass es keine Fortschritte bei der Suche nach einem Käufer für die Krisenkette gebe.

Die finanziellen Probleme des Unternehmens verschärften sich, nachdem Gespräche mit über 300 potenziellen Investoren ergebnislos blieben. Auch Verhandlungen mit zwei ernsthaften Interessenten scheiterten, sodass dem Händler die letzte Rettung versagt blieb. In der Folge wurden bereits 46 Filialen ohne Aussicht auf Übernahme geschlossen; die Räumungsverkäufe begannen dort am 16. März.

Die verbleibenden 41 Hammer-Filialen starten am 1. April ebenfalls mit Schlussverkäufen. Ziel ist es, Liquidität zu generieren und die Zahlungsfähigkeit aufrechtzuerhalten – insbesondere, da die Insolvenzgeldzahlungen für rund 1.100 Mitarbeiter Ende März auslaufen. Bisher deckten diese Leistungen die Lohnforderungen ab, doch nun ist das Unternehmen auf Erlöse aus Verkäufen und Filialabbau angewiesen, um über die Runden zu kommen.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH erklärte, dass sich kein Investor bereit erklärt habe, Hammer als Fachhandelsunternehmen zu erhalten. Nun liege der Fokus darauf, möglichst viele Standorte in eine neue Struktur zu überführen – doch die Perspektiven bleiben ungewiss.

Mit Beginn des Insolvenzverfahrens am 1. April hängt Hammers Zukunft vom Erfolg der Räumungsverkäufe und weiteren Kostensenkungsmaßnahmen ab. Das Unternehmen will so viele Filialen wie möglich offenhalten, doch das ausbleibende Investoreninteresse lässt am langfristigen Überleben zweifeln.

Quelle