13 March 2026, 02:07

Grüne triumphieren in Baden-Württemberg und werben um enttäuschte FDP-Wähler

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl 2016 zeigt, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahltermins.

Grüne triumphieren in Baden-Württemberg und werben um enttäuschte FDP-Wähler

Die Grünen haben bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg einen bedeutenden Sieg errungen. Die Partei wird künftig die Landesregierung führen und den nächsten Ministerpräsidenten stellen. Gleichzeitig richtet sie ihren Fokus nun darauf, Wähler von der kränkelnden FDP abzuwerben.

Bei der jüngsten Landtagswahl setzten sich die Grünen klar durch und festigten ihre Position als führende politische Kraft. Ihr Erfolg steht im scharfen Kontrast zum anhaltenden Niedergang der FDP, insbesondere in Ostdeutschland. Im September 2024 war die FDP in Brandenburg, Sachsen und Thüringen auf unter ein Prozent abgestürzt. Ein Jahr später verfehlte sie mit nur 4,3 Prozent der Stimmen den Wiedereinzug in den Bundestag.

Die Grünen sehen nun die Chance, enttäuschte FDP-Wähler für sich zu gewinnen. Parteivertreter bestätigten Pläne, gezielt diese Wählerschaft ansprechen zu wollen, und präsentieren die eigene Politik als überzeugende Alternative. Zugleich wiesen sie einen Vorschlag des Unionsfraktionschefs Jens Spahn zurück, die Amtszeit des Ministerpräsidenten aufzuteilen – ein Zeichen für ihr Selbstbewusstsein im Umgang mit dem erhaltenen Mandat.

In einer Rückschau auf die Wahl räumten die Grünen ein, dass die FDP seit 2021 kontinuierlich an Einfluss verliert. Trotz Versuchen, sich neu aufzustellen, konnte die liberale Partei in vergleichbaren Regionen keine Bodengewinne verzeichnen. Dies stärkt die Grünen in ihrer Zuversicht, künftig noch mehr Gestaltungsmacht zu erlangen.

Nach ihrem Wahlerfolg übernehmen die Grünen nun die vollständige Regierungsverantwortung in Baden-Württemberg. Zu ihrer Strategie gehört es, gezielt ehemalige FDP-Wähler anzusprechen und von den anhaltenden Schwächen der Partei zu profitieren. Dieser Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der die bundespolitische Zukunft der FDP nach ihren jüngsten Wahlniederlagen ungewiss bleibt.