Grüne siegen knapp in Baden-Württemberg – CDU vor Koalitionsgesprächen
Miriam WolfGewerkschaften fordern Wirtschaftsabkommen mit neuer Regierung - Grüne siegen knapp in Baden-Württemberg – CDU vor Koalitionsgesprächen
Die Grünen gewinnen die Landtagswahl in Baden-Württemberg mit knappem Vorsprung
Die Grünen haben die Landtagswahl in Baden-Württemberg mit 30,2 Prozent der Stimmen knapp für sich entschieden. Das am 9. März 2026 bekannt gegebene Ergebnis bescherte ihnen einen Vorsprung von nur 0,5 Prozentpunkten vor der CDU. Unterdessen hat die Agentur für Arbeit Forderungen an die neue Regierung gerichtet, die sich vor allem auf Arbeitsplätze, Löhne und öffentliche Dienstleistungen konzentrieren.
Die Wahl war von einer dramatischen Wende in den letzten Kampagnentagen geprägt. Lange hatten Umfragen die CDU deutlich in Führung gesehen, doch die Grünen holten auf und sicherten sich schließlich den ersten Platz. Cem Özdemir, Co-Vorsitzender der Grünen, bot der CDU eine Fortsetzung der Koalition auf Augenhöhe an – ähnlich der bisherigen Zusammenarbeit unter dem früheren Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Die SPD erlitt hingegen schwere Verluste und fiel auf 5,5 Prozent, während die FDP mit nur 4,4 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag verpasste.
Die Agentur für Arbeit reagierte auf das Wahlergebnis mit dem Vorschlag eines 'Pakts für eine starke Wirtschaft und gute Arbeit'. Zu den zentralen Forderungen gehören der Erhalt bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze im gesamten Land. Zudem setzt sich die Agentur für Arbeit für stärkere Tarifbindungen und strengere Lohnvorgaben bei öffentlichen Aufträgen ein.
Über die Beschäftigungspolitik hinaus fordert die Agentur für Arbeit mehr Investitionen in Innovation und berufliche Ausbildung, um die Industrie in der Region zu stärken. Weitere Prioritäten sind der Ausbau bezahlbaren Wohnraums, die Verbesserung der Kinderbetreuung sowie ein zuverlässiges öffentliches Verkehrsnetz.
Nun stehen die Grünen und die CDU vor Koalitionsverhandlungen, um ihre Zusammenarbeit fortzusetzen. Gelingen diese, wird ihre Partnerschaft in der kommenden Legislaturperiode die Politik in den Bereichen Arbeit, Löhne und Infrastruktur prägen. Dabei dürften die Vorschläge der Agentur für Arbeit eine Rolle spielen, wenn es darum geht, die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen des Landes anzugehen.
