11 June 2026, 14:08

Grüne prüfen Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

"Totalitarismus-Tendenzen": Konservative Christen verteidigen sich gegen Grünen-Anfrage

Grüne prüfen Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

Die Grünen haben eine Kleine Anfrage im Bundestag eingereicht, um mögliche Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und rechtsextremen Strömungen in Deutschland zu untersuchen. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender medialer Berichterstattung über mutmaßliche Verknüpfungen zwischen konservativen christlichen Gruppen und rechtsextremen Netzwerken. Öffentlich-rechtliche Sender wie ARD und ZDF hatten kürzlich Dokumentationen ausgestrahlt, die solche Verbindungen kritisch beleuchten.

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In der Anfrage wird konkret nach Kontakten zwischen christlich-fundamentalistischen Meinungsmachern und rechtsextremen Personen, Netzwerken oder Parteien gefragt – darunter auch die Alternative für Deutschland (AfD). Zudem werden Angaben zur Verbreitung, Struktur und Gefahrenpotenzial fundamentalistischer christlicher Gruppen mit extremistischen Bezügen angefordert.

Das Dokument nennt mehrere Personen und Organisationen, darunter eine in Pforzheim beobachtete Sekte sowie bekannte Vertreter aus dem Umfeld der Freikirche in Deutschland. Erwähnung finden auch Veranstaltungen wie der jährliche „Marsch für das Leben“ sowie Gruppen wie die Alliance Defending Freedom International.

Zwei namentlich genannte Personen, Leonard Jäger und Tobias Riemenschneider, haben sich kritisch geäußert. Jäger wirft der Anfrage vor, sie ziele darauf ab, christlich-konservative Positionen zu zensieren und zu delegitimieren. Riemenschneider argumentiert, es gehe darum, historisch christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren.

Zusätzlich schlagen die Grünen politische Maßnahmen vor, um digitale Inhalte mit Bezug zu christlich motiviertem politischem Extremismus zu löschen.

Die parlamentarische Initiative markiert einen offiziellen Schritt, um Bedenken hinsichtlich extremistischer Einflüsse in christlichen Kreisen zu adressieren. Gleichzeitig unterstreicht sie die anhaltende Debatte über Meinungsfreiheit und die Grenzen politischer Diskurse in Deutschland. Nun wird die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage erwartet.

Quelle