Grüne kritisieren Heizungsgesetz als "Chaos-Gesetz" ohne klare Biogas-Strategie
Noah FrankeGrüne kritisieren Heizungsgesetz als "Chaos-Gesetz" ohne klare Biogas-Strategie
Die geplante Heizungsgesetz der Bundesregierung steht in scharfer Kritik – vor allem von Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Grünen. Sie warf den Ministern vor, ein „Chaos-Gesetz“ geschaffen zu haben, dem eine klare Strategie für die Sicherung ausreichender Mengen an grünem Gas fehle.
Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland bezeichnete Badum den Gesetzesentwurf als „Biogas-Treppe ins Nichts“. Die Regelungen kämen vor allem der Erdgaslobby zugute, während Mieter mit explodierenden Kosten belastet würden.
Der vom Kabinett beschlossene Plan sieht vor, den Anteil klimafreundlicher Heizstoffe schrittweise zu erhöhen: auf 10 Prozent bis 2029 und auf 60 Prozent bis 2040. Doch auf Nachfrage Badums räumte die Regierung ein, weder den künftigen Bedarf noch das Angebot an Biomethan abschätzen zu können. Auch die Branchenverbände BDEW und VKU fordern Klarheit darüber, wie das Biomassepotenzial ausgeschöpft und die Versorgung ausgeweitet werden soll.
Badum warnte, ohne konkrete Pläne drohe das Gesetz zu scheitern. Der ab 2029 vorgesehene „Hochlauf der Biobrennstoffe“ mangele es an der nötigen Infrastruktur und an Ressourcen.
Der Druck auf die Regierung wächst, die Versorgungsfragen im Heizungsgesetz zu klären. Ohne verlässliche Prognosen oder einen klaren Fahrplan seien die Ziele laut Kritikern nicht erreichbar. Sowohl die Wirtschaft als auch die Opposition verlangen dringend Nachbesserungen, bevor das Gesetz in Kraft tritt.






