Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Führung nach Wahlniederlage
Luisa BrandtGrüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Führung nach Wahlniederlage
Die Grünen in Rheinland-Pfalz formen ihre Führung nach gemischtem Wahlausgang um
Nach einem durchwachsenen Ergebnis bei der Landtagswahl haben die Grünen in Rheinland-Pfalz ihre Führung neu aufgestellt. Die Partei erreichte 7,9 Prozent der Stimmen – ein Rückgang um 1,4 Prozentpunkte – und verlor damit nach 15 Jahren ihre Regierungsbeteiligung. Trotz des Rückschlags ziehen die Grünen mit zehn Mandaten in den neuen Landtag ein und haben erstmals ein rein weibliches Führungsgremium gewählt.
Katrin Eder wird künftig die Fraktion der Grünen in Mainz als neue Vorsitzende leiten. Sie bezeichnete das Wahlergebnis als Grund zur Zufriedenheit und betonte, die Partei habe weitere Verluste begrenzen können. Nun geht es für die Grünen in die Opposition, wo sie enger mit den Wählerinnen und Wählern zusammenarbeiten und Politik stärker an öffentlichen Anliegen ausrichten wollen.
Zudem wählten die Grünen zwei neue Co-Vorsitzende für den Landesvorstand. Carolin Cloos, Vertreterin aus Worms, erhielt 72,28 Prozent der Stimmen. An ihrer Seite wurde die 33-jährige Christin Sauer aus Mainz mit 63,37 Prozent Unterstützung gewählt. Sauer sitzt seit 2019 im Mainzer Stadtrat und leitete von 2021 bis Anfang 2025 den örtlichen Grünen-Kreisverband.
Erstmals in der Geschichte der rheinland-pfälzischen Grünen besteht die gesamte Führungsspitze aus Frauen. Die neuen Co-Vorsitzenden werden die Partei in ihrer Rolle als Oppositionspartei begleiten – die erste nach über einem Jahrzehnt ohne Regierungsverantwortung.
Mit zehn Sitzen im Landtag – weniger als in der vorherigen Legislaturperiode – konzentrieren sich die Grünen nun auf Oppositionsarbeit. Im Fokus stehen eine stärkere Bürgerbeteiligung und die inhaltliche Weiterentwicklung. Die Wahlergebnisse weisen der Partei für die kommenden Jahre einen neuen Weg.
