15 March 2026, 04:07

Grüne feiern Wahlsieg in Baden-Württemberg – SPD plant Gegenangriff in Schleswig-Holstein

Eine Deutschlandkarte mit roten und blauen Provinzen, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Günther gratuliert Özdemir zum Wahlsieg in Südwest - Grüne feiern Wahlsieg in Baden-Württemberg – SPD plant Gegenangriff in Schleswig-Holstein

Die Grünen haben bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg einen wahrscheinlichen Sieg errungen. Die Wahlbeteiligung stieg auf 69,6 % und verzeichnete damit einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren. Unterdessen kündigte der SPD-Vorsitzende Ulf Kämpfer in Schleswig-Holstein an, 2027 gegen den amtierenden CDU-Ministerpräsidenten Daniel Günther antreten zu wollen.

Bei der Wahl in Baden-Württemberg am 8. März gaben 69,6 % der Wahlberechtigten ihre Stimme ab – ein Plus von 5,8 Prozentpunkten im Vergleich zu 2021. Dieser Wert liegt fast auf dem Niveau der 70,4 % von 2016 und übertrifft die Beteiligungsquoten der Jahre 2011 und 2006. Die Grünen unter Führung von Cem Özdemir feierten die Überwindung eines 14-Punkte-Rückstands und bezeichneten das Ergebnis als Wendepunkt für ihren Wahlkampf.

CDU-Landeschef Daniel Günther gratulierte Özdemir und betonte das Vertrauen in die Rolle seiner Partei bei den anstehenden Koalitionsgesprächen. Später wünschte er Özdemir "eine ruhige Hand" bei der Regierungsbildung. Gazi Freitag von den Grünen wertete das Ergebnis als Dynamikwechsel für künftige Wahlen.

In Schleswig-Holstein erklärte der SPD-Politiker Ulf Kämpfer, 2027 gegen Günther kandidieren zu wollen. Er räumte ein, dass die jüngste Leistung der SPD in Baden-Württemberg enttäuschend, aber nicht überraschend ausgefallen sei.

Nach ihrem starken Abschneiden bereiten sich die Grünen nun auf Koalitionsverhandlungen in Baden-Württemberg vor. Die gestiegene Wahlbeteiligung deutet auf ein wachsendes öffentliches Interesse an Landespolitik hin. Kämpfers Herausforderung in Schleswig-Holstein legt den Grundstein für einen spannenden Wahlkampf 2027.

Quelle