Göppingen erklärt Innenstadt nach Schießereien zur waffenfreien Zone
Miriam WolfNach Gewalt: Göppingen errichtet Waffenverbotszone - Göppingen erklärt Innenstadt nach Schießereien zur waffenfreien Zone
Göppingen führt ab Donnerstag waffenfreie Zone in der Innenstadt ein
Die Maßnahme ist eine Reaktion auf zwei jüngste Schießereien, darunter einen Angriff auf eine örtliche Bäckerei Mitte Januar. Die Behörden haben zudem zwei Verdächtige im Zusammenhang mit den Vorfällen festgenommen.
Der Beschluss erfolgt nach einer Reihe bewaffneter Angriffe in der Stadt. Mitte Januar hatte ein unbekannter Schütze in einer Bäckerei im Stadtzentrum Schüsse abgegeben. Nur wenige Wochen später kam es in einer nahegelegenen Kneipe zu einer weiteren Schießerei. Beide Vorfälle haben die Sorge um die öffentliche Sicherheit verstärkt.
Die neuen Regelungen verbieten bis Ende April das Mitführen von Schusswaffen und Messern im ausgewiesenen Bereich. Göppingen schließt sich damit anderen Städten in Baden-Württemberg an, darunter Stuttgart, Mannheim, Heilbronn, Heidelberg, Ulm und Freiburg, die bereits ähnliche Verbote erlassen haben. Die Ermittler prüfen derzeit mögliche Verbindungen zwischen den Angriffen und der Bandenkriminalität in der Region Stuttgart.
Zwei Verdächtige, die mit der Schießerei in der Bäckerei in Verbindung gebracht werden, sitzen in Untersuchungshaft. Unterdessen untersucht die Polizei weiterhin, ob die Vorfälle mit organisierter Kriminalität zusammenhängen.
Das Waffenverbot gilt ab dem 12. Februar 2026 für die Göppinger Innenstadt. Die Maßnahme folgt auf die jüngste Gewaltwelle und steht im Einklang mit den Schritten, die andere Großstädte der Region bereits unternommen haben. Die Behörden schließen weitere Maßnahmen nicht aus, sollte sich die Lage zuspitzen.
