Freiburg trauert um Margot Queitsch – eine Ikone der Kommunalpolitik
Margot Queitsch, langjährige SPD-Stadträtin in Freiburg, ist im Alter von 79 Jahren verstorben. Ihr Tod bedeutet den Verlust einer engagierten Fürsprecherin, die fast vier Jahrzehnte lang die lokale und regionale Politik in Freiburg geprägt hat. Freiburgs Oberbürgermeister und Kollegen haben ihr lebenslanges Engagement für den öffentlichen Dienst gewürdigt.
Queitsch zog 1980 erstmals in den Freiburger Stadtrat ein, dem sie ununterbrochen 39 Jahre lang angehörte. In acht Amtszeiten entwickelte sie sich zu einer Schlüsselfigur der Kommunalpolitik mit Schwerpunkt auf Bildung, Familie, Jugend und Soziales. Von 1990 bis 1999 führte sie die SPD-Fraktion im Rat und gab in zentralen Fragen die politische Richtung vor.
Über Freiburg hinaus vertrat sie die Region von 2001 bis 2011 im Landtag von Baden-Württemberg. Dort arbeitete sie an Gesetzen zu Wohnungsbau, Sozialwesen und Gemeinschaftsentwicklung mit. Ihr Einfluss erstreckte sich über mehrere Ausschüsse, darunter der Hauptausschuss und der Jugendhilfeausschuss.
Bezahlbarer Wohnraum und die Förderung des Sports zählten zu ihren Markenzeichen. Für ihr jahrzehntelanges Wirken erhielt sie 2019 das Goldene Siegel der Stadt Freiburg – eine Auszeichnung, die ihren nachhaltigen Einsatz für Familien, junge Menschen und benachteiligte Bürger in Freiburg würdigte.
Kollegen erinnern sich an sie als unermüdliche Kämpferin, die praktische Lösungen stets über politische Effekthascherei stellte. Selbst nach ihrem Rückzug aus gewählten Ämtern blieb sie dem öffentlichen Leben verbunden und stand jüngeren Politikergenerationen mit Rat zur Seite.
Mit Margot Queitschs Tod hinterlässt sie eine Lücke in der Freiburger Politiklandschaft. Ihre Arbeit in den Bereichen Wohnen, Bildung und Soziales setzte Maßstäbe, die die Stadt bis heute prägen. Das Goldene Siegel, das ihr vor nur fünf Jahren verliehen wurde, bleibt ein Zeugnis ihres bleibenden Erbes in Freiburg.
