09 May 2026, 20:07

Freiburg baut Schutzzaun um Synagoge – Sicherheit mit symbolischer Menora

Luftaufnahme des Holocaust-Mahnmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin mit Reihen von Betonsteinen und Bäumen sowie einem klaren Himmel im Hintergrund.

Freiburg baut Schutzzaun um Synagoge – Sicherheit mit symbolischer Menora

Freiburg wird bald einen Schutzzaun um seine Synagoge errichten, um wachsenden Sicherheitsbedenken zu begegnen. Das Projekt folgt wiederholten Forderungen der Jüdischen Gemeinde und ist das Ergebnis monatelanger Abstimmung mit den lokalen Behörden. Die transparente Barriere soll Gläubige schützen, ohne den offenen Charakter des umliegenden Platzes zu beeinträchtigen.

Die Entscheidung für den Zaun ist eine Reaktion auf die zunehmenden Angriffe auf jüdisches Leben in ganz Deutschland. Die Jüdische Gemeinde hatte bereits seit Langem besseren Schutz gefordert, und nach ausführlichen Gesprächen gaben die Behörden schließlich ihre Zustimmung. Das Design sieht eine durchsichtige Konstruktion vor, die den Charakter des Platzes bewahrt, sowie ein torförmiges Eingangselement in Form eines Leuchters (Menora).

Die Gesamtkosten des Projekts werden auf 120.000 Euro geschätzt. Der Zentralrat der Juden in Deutschland übernimmt davon 27.500 Euro, während die Stadt Freiburg die restlichen Ausgaben trägt. Die Planung und Umsetzung wird vom Caritasverband Freiburg begleitet.

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Bürgermeister Martin Horn betonte zwar die Bedeutung des Schutzes jüdischen Lebens, bezeichnete die Notwendigkeit solcher Maßnahmen jedoch als „ziefst beunruhigend“. Die Jüdische Gemeinde begrüßt den Zaun – ihr Sicherheitsbeauftragter Nikita Nikischin erklärte, er werde sowohl die Gemeinschaft als auch die Synagoge besser absichern. Zudem ermöglicht die Barriere die Schaffung eines würdevollen Mahnmals aus Grundsteinen der ehemaligen Synagoge.

Die Installation des Zauns soll in den kommenden Monaten erfolgen und sowohl Sicherheit als auch einen symbolträchtigen Ort des Gedenkens bieten. Das Projekt steht für die anhaltenden Bemühungen, Bedrohungen entgegenzuwirken, ohne die Verbindung der Synagoge zur Stadt zu verlieren. Behörden und Jüdische Gemeinde werden weiterhin eng zusammenarbeiten, um die Fertigstellung zu gewährleisten.

Quelle