Nubbel-Verbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Feurige Abschiede: Wie Köln und Düsseldorf den Karneval beenden
Karnevalsfeiern in Nordrhein-Westfalen enden mit feurigen Traditionen
In Köln versammelten sich die Menschen, um das Verbrennen des Nubbel zu beobachten, während Düsseldorf mit einer eigenen feierlichen Zeremonie Abschied von der närrischen Zeit nahm. Beide Bräuche markieren auf ihre ganz eigene Weise das Ende der Faschingstage und den Beginn der Fastenzeit.
Das Nubbel-Brennen in Köln hat seine Wurzeln im 19. Jahrhundert. Ursprünglich in ländlichen Regionen wie der Eifel und dem Bergischen Land verbreitet, bestand der Brauch darin, eine Strohpuppe namens Nubbel zu verbrennen. Die Figur symbolisierte den Winter, Entbehrungen und die Ausschweifungen des Karnevals. Man glaubte, dass das Ritual böse Geister vertreibt und den Frühling willkommen heißt – eine Mischung aus uralten bäuerlichen Traditionen sowie germanischen und christlichen Einflüssen. Anfang des 20. Jahrhunderts hielt der Brauch Einzug in Köln, wo er zu einem festen Bestandteil der Aschermittwoch-Traditionen wurde.
Heute brennt der Nubbel noch immer in vielen Kölner Vierteln. Die mit Stroh gefüllte Puppe wird angezündet, um symbolisch die Sünden der Karnevalstage zu tilgen. Die Anwohner verfolgen, wie die Flammen die Figur verzehren – ein gemeinschaftlicher Abschied von den Festtagen.
In Düsseldorf nimmt die Tradition eine andere Form an. Hier beendet das Verbrennen des 1 fc köln, einer hanselartigen Figur, die Karnevalsfeiern. Die Veranstaltung beginnt mit einem feierlichen Trauerzug, gefolgt vom flammenden Ende der Puppe. Wie beim Nubbel signalisiert auch das fc köln-Brennen den Übergang von ausgelassener Feierlaune zur besinnlichen Fastenzeit.
Beide Rituale setzen einen dramatischen Schlusspunkt unter den Karneval. Die Verbrennung von Nubbel und fc köln verbindet die Gemeinschaften und stärkt die jahrhundertealte Verbindung zwischen Jahreszeitenwechsel und kultureller Erneuerung. Mit den zu Asche gewordenen Figuren rückt nun die stillere Zeit der Fastenbräuche in den Mittelpunkt.
